Im März acht Prozent weniger Einnahmen
Gastgewerbe weiter auf Durststrecke

Hotels und Gaststätten haben in Deutschland im März rund acht Prozent weniger eingenommen als vor einem Jahr. Die Umsätze im angeschlagenen Gastgewerbe gingen damit nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Mittwoch den sechsten Monat in Folge stark zurück.

Reuters WIESBADEN. Die Statistiker wiesen allerdings darauf hin, dass die umsatzstarken Osterfeiertage im Gegensatz zum Vorjahr erst im April waren. Für die Branche war bereits das vergangene Jahr wegen der Konjunkturflaute und der Diskussion über den Euro das schwierigste seit der Wiedervereinigung gewesen.

Der Umsatz lag im März real - also unter Herausrechnen der Inflation - um 8,1 und nominal um 7,2 % unter dem Niveau des Vorjahres. In den ersten drei Monaten des Jahres setzten die Unternehmen ebenfalls real gut acht und nominal gut sieben Prozent weniger um als vor einem Jahr. Bereinigt um den Einfluss von Kalendereffekten und der Jahreszeit errechneten die Statistiker für den März im Vergleich zum Februar ein Minus von real 0,9 und nominal 0,8 %.

Alle drei Sparten des Gastgewerbes erlitten im März einen Umsatzrückgang. Das Minus belief sich im Beherbergungsgewerbe auf real sieben Prozent, im Gaststättengewerbe auf knapp zehn Prozent und bei Kantinen und Caterern auf fast drei Prozent.

Die deutschen Gastwirte und Hoteliers rechnen auch in diesem Jahr höchstens mit einem stagnierenden Geschäft. "Wenn wir eine schwarze Null im Jahr 2003 schaffen würden, wäre das schon ein Erfolg für unsere Branche", hatte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Christian Ehlers, erst am Dienstag gesagt. Danach sehe es aber wegen der hohen Arbeitslosigkeit, der Wirtschaftsflaute und der Verunsicherung über Steuererhöhungen derzeit nicht aus.

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