Im Mittelpunkt des Programms stehen Wirtschaftsfragen
Zhu Rongji zu Staatsbesuch in Berlin eingetroffen

Der chinesische Regierungschef Zhu Rongji ist in Berlin eingetroffen. Im Mittelpunkt des Programmes stehen unter anderem eine Referenzstrecke des Transrapid in China, aber auch Menschenrechtsfragen.

ap BERLIN. Zu seinem ersten Deutschlandbesuch als Regierungschef ist der chinesische Ministerpräsident Zhu Rongji am Donnerstag in Berlin eingetroffen. Im Mittelpunkt des bis Montag kommender Woche dauernden Programms stehen Wirtschaftsfragen. Nach Angaben aus Regierungskreisen soll auch die Menschenrechtslage in China angesprochen werden. Zhu wird von mehreren Ministern und dem Gouverneur der Zentralbank seines Landes begleitet. Dies gilt den Angaben zufolge als Hinweis für das Vertrauen Pekings in den Euro.

Zhu, der in Begleitung seiner Frau reist, beantwortet mit dem mehrtägigen Besuch zwei Visiten von Bundeskanzler Gerhard Schröder in China im vergangenen Jahr. Schröders Besuch im Mai 1999 war durch die irrtümliche Bombardierung der chinesischen Botschaft in Belgrad während des Kosovo-Krieges überschattet, für die sich der Kanzler dann im Namen der NATO entschuldigte.

Der offizielle Teil des Besuchs beginnt am Freitag mit einem Empfang mit militärischen Ehren bei Schröder. Zu den weiteren Themen des Besuchs gehört die Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Rechtsstaatlichkeit. Danach soll Rechtssicherheit nicht nur für die Wirtschaft und bei Investitionen, sondern auch für die Menschenrechte gelten.

Zu den Gesprächspartner Zhus gehören auch die Altkanzler Helmut Kohl und Helmut Schmidt. Außerdem stand eine Probefahrt mit dem Transrapid auf der Teststrecke im Emsland auf dem Programm. China hatte Interesse an einer Referenzstrecke für den Transrapid sowohl von der Schanghaier Innenstadt zum Flughafen als auch von Schanghai nach Peking bekundet. Eine Machbarkeitsstudie dazu werde erwogen. Eine weitere Machbarkeitsstudie soll zur Bekämpfung von Grubenbränden vereinbart werden, durch die China im Jahr mehr Kohle verliert, als in Deutschland gefördert wird.

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