Im Quartal
Deutsche Börse trotzt der Aktienmarktschwäche

Die Deutsche Börse AG hat ihr Ergebnis erneut gesteigert. Einbußen verbuchte das Unternehmen bei dem Xetra-System.

Reuters FRANKFURT. Die Deutsche Börse AG hat im zweiten Quartal 2001 trotz der anhaltend schwachen Aktienmärkte Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. Der Konzerngewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19 % auf 70,3 Mill. Euro und der Umsatz um 23 % auf 182,9 Mill. Euro geklettert, teilte die Börse am Mittwoch in Frankfurt mit. Das Ergebnis je Aktie nahm um drei Cents auf 51 Cents zu. Erneute Einbußen verbuchte die Gesellschaft bei ihrem System-Flaggschiff Xetra, dessen Erlöse sich mit 60 Mill. Euro auf Vorjahresniveau bewegten und dessen Ebit um rund die Hälfte auf 10,3 Mill. Euro zurückging. Ungeachtet dessen zeigte sich die seit Februar selbst börsennotierte Gruppe für das Gesamtjahr optimistisch.

"Trotz des schwierigen Marktumfeldes im ersten Halbjahr übertreffen wir unsere Umsatz- und Ertragsziele und beweisen wieder die Werthaltigkeit unseres Geschäftsmodells", wurde Finanzvorstand Mathias Hlubek in der Pflichtmitteilung der Börse zitiert. "Wir sind damit auch im Hinblick auf eine traditionell schwächere zweite Jahreshälfte weiter zuversichtlich, im Gesamtjahr unsere Wachstumsziele zu erreichen." Die Börse will nach früheren Angaben in diesem Jahr ihr Ergebnis um 15 bis 20 und ihre Umsätze um zehn bis 15 % steigern.

Der Gewinnrückgang in der Sparte Xetra, dessen Ebit im ersten Quartal noch um fast 63 % auf 13,4 Mill. Euro geschrumpft war, sei auf höhere Abschreibungen nach der Einführung neuer Software-Versionen für das elektronische Handelssystem zurückzuführen. Mehr als verdoppelt habe sich der Kassamerktumsatz mit Teilnehmern außerhalb Deutschlands, hieß es. Das Segment Xetra umfasst alle Kassamarktaktivitäten der Deutschen Börse und wurde von der Gesellschaft bereits an andere Marktbetreiber in Europa verkauft.

Neben Xetra verbuchte auch die Börsen-Sparte Information Products einen rückläufigen Gewinn. Das Ebit habe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 31 % abgenommen, der Umsatz legte dagegen noch um 13 % zu, wie es hieß. Information Products umfasst das gesamte Informations-Angebot der Börse unter anderem im Internet. Die für die Abwicklung von Finanzmarkt-Geschäften zuständige Börsen-Tochter Clearstream habe 11,4 Mill. Euro zum Ebit beigetragen, hieß es weiter.

Der zu rund 50 % der Gruppe Deutsche Börse gehörende Terminmarkt Eurex erhöhte ihren Umsatz im Berichtszeitraum um fast zwei Drittel auf 62,7 Mill. Euro und erzielte ein Ebit von 28,2 Mill. Euro, nachdem hier im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 3,8 Mill. Euro angefallen war. Der Umsatzanstieg sei unter anderem durch neue Index-Produkte bedingt gewesen, hieß es.

In der Unternehmenssparte Systems sei der Gewinn vor Steuern und Zinsen zwar im zweiten Quartal auf Grund starker Schwankungen um 13 % gesunken, in den gesamten ersten sechs Monaten 2001 jedoch um 50 % auf 56,7 Mill. Euro gewachsen, teilte die Börse weiter mit. Der Umsatz sei hier sowohl im zweiten Quartal als auch im ersten Halbjahr um etwa ein Fünftel gestiegen.

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