Im Rahmen des Atomausstiegs
Bund will Atommüllzwischenlager genehmigen

Der Bund will möglichst bis Ende dieses Jahres alle atomrechtlichen Genehmigungen für die beantragten Interims- und Zwischenlager an den Standorten der Atomkraftwerke (AKW) erteilen.

vwd SALZGITTER. Das kündigten Bundesumweltminister Jürgen Trittin und der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, am Freitag bei der Vorstellung des BfS-Jahresberichtes an.

"Unter der Voraussetzung, dass die zuständigen Landesbehörden die erforderlichen Baugenehmigungen zeitnah erteilen, gehen wir davon aus, dass alle Interims- und Zwischenlager im Jahr 2005 in Betrieb genommen werden können" , sagte Trittin. König teilte mit, dass das BfS am Freitag die Genehmigung für das Interimslager Krümmel erteilt habe. Die Einrichtung von Interims- und Standortzwischenlagern für abgebrannte Brennelemente aus den AKW hatte die Bundesregierung mit den Energieversorgungsunternehmen im Rahmen des Atomausstiegs vereinbart.

Die Kraftwerksbetreiber haben insgesamt fünf Interimslager sowie zwölf Standortzwischenlager beantragt. Davon sind bereits vier Interimslager genehmigt worden. Neben Krümmel sind dies Neckarwestheim, Philippsburg und Biblis. Diese drei sind auch in Betrieb. Von den beantragten Standortzwischenlagern sind drei genehmigt worden, in Lingen, Grohnde und Grafenrheinfeld. Davon ist Lingen bereits in Betrieb. Die Genehmigungsverfahren für die übrigen neun Zwischenlager sind nach den Worten von Wolfram König weit fortgeschritten.

Trittin sagte, mit dem Betrieb der Interimslager und des Zwischenlagers in Lingen würden Transporte in die zentralen Zwischenlager Ahaus und Gorleben vermieden.

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