Im Rahmen einer Kapitalerhöhung 25,1 Prozent erworben
Landesbank Rheinland-Pfalz steigt bei Equinet ein

Die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) hat sich an dem auf klein- und mittelkapitalisierte Werte spezialisierte Frankfurter Emissionshaus Equinet AG beteiligt. Ziel der Partnerschaft sei es, die mittelständische Kundenschaft unter anderem im Bereich Fusionen und Übernahmen sowie bei Börsengängen besser beraten zu können, teilten die beiden Häuser am Donnerstag in Mainz mit.

Reuters MAINZ. Die LRP habe im Rahmen einer Kapitalerhöhung 25,1 % der Anteile von Equinet übernommen und sei damit nun der größte Aktionär, sagte Lutz Weiler, Vorstand der Equinet AG.

Für die bundesweit tätige Equinet ergebe sich durch die Partnerschaft der Zugang zu den mittelständischen Kunden der LRP, sagte Weiler. In diesem von den großen Banken tendenziell vernachlässigten Sektor bestehe schon allein wegen der in vielen Unternehmen anstehenden Nachfolgeproblematik großer Beratungs- und Finanzierungsbedarf. Er gehe davon aus, dass der Kapitalmarkt bis Mitte 2002 wieder aufnahmebereiter für Wachstumsfinanzierung werde. Dabei werde der Neue Markt der Frankfurter Wertpapierbörse wieder eine wichtige Rolle spielen. Das Börsensegment sei derzeit dabei, die Probleme in den Griff zu bekommen. Dazu seien die von der Börse eingeführten Ausschluss-Regeln für Kleinstwerte (Pennystocks) und insolvente Gesellschaften der richtige Schritt, sagte Weiler, der auch Mitglied des Primary Advisory Committee der Deutschen Börse ist.

Equinet betreue derzeit zwei Mandanten, die im Grunde nur auf ein besseres Umfeld für einen Börsengang warteten, sagte Weiler. Insgesamt rechne er mit rund 60 Börsengängen in Deutschland im kommenden Jahr. 2001 wagten bislang rund 20 Unternehmen diesen Schritt, darunter auch die von Equinet betreute Müller - Die lila Logistik AG. Die LRP betreute in der Vergangenheit die zuletzt an der Börse ausgesprochen erfolgreiche Thiel Logistik.

Rund 15 Mill. ? seien Equinet durch den Einstieg der LRP zugeflossen, sagte Weiler. Die Gesellschaft wolle diese in Vorbereitung auf eine Verbesserung der Kapitalmarktsituation unter anderem zur Aufstockung des Personalbestandes von derzeit rund 80 auf 120 nutzen.

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