Im späten Handel
Sorge um Banken drückt Tokioter Börse

Der Nikkei tendiert kurz vor Handelsschluss schwächer.

rtr TOKIO/HONGKONG. Die asiatischen Börsen haben am Freitag uneinheitlich tendiert. Während in Tokio die Kurse im Zuge zunehmender Besorgnis über die Verfassung der dortigen Banken nachgaben, konnte die Börse in Hongkong zulegen. Wenig Auswirkung hatten Marktteilnehmern zufolge die Revidierung der Wachstumsprognose durch die japanische Regierung, die nun für das im März endende Fiskaljahr einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,9 % vorhersagt, nachdem sie bislang ein Wachstum von 1,7 % prognostiziert hatte. Allerdings wurde die Stimmung etwas verschlechtert durch die Ankündigung der Regierung, kein neues Extrabudget aufzustellen.

Der Nikkei notierte kurz vor Handelsschluss mit 10 227 Zählern 1,48 % unter seinem Vortagesschluss. Der Hang Seng stieg um 0,94 % auf 10 637 Zähler an.

In Tokio gab es den Angaben zufolge wachsende Spekulationen darüber, dass die japanischen Banken deutlich höhere Abschreibungen auf Problemkredite vornehmen müssen als bislang gedacht. Im Mittelpunkt stand dabei erneut die Asahi Bank Ltd, deren Aktien um weitere rund acht Prozent nachgaben. Bereits am Donnerstag hatten die Titel zeitweise bis zu 30 % verloren.

In Hongkong wurden die Kurszuwächse vor allem durch Zugewinne bei Immobilienwerten getragen. Zudem habe der Markt von der bevorstehenden Unterzeichnung des Beitritts Chinas in die Welthandelsorganisation (WTO) profitiert, die am Samstag auf der WTO-Konferenz in Katar besiegelt werden soll, sagten Börsianer. Durch den Beitritt wird der Weg für die weitere Liberalsierung des Handels mit China und ausländische Investitionen in das Land geebnet. Aktienhändler sagten aber auch, die Kurszuwächse stünden nicht auf einem gesunden wirtschaftlichen Fundament. ""Das Umfeld mit den derzeit geringen Zinsen auf Bankeinlagen wird natürlich dem Immobilienmarkt helfen, aber insgesamt gesehen wird der Aktienmarkt derzeit davon getrieben, dass es viel flüssiges Geld gibt, während die Fundamentaldaten für die Wirtschaft schwach bleiben", hieß es bei KGI Asia.

090712 Nov 01

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