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Im Übernahme-Poker zwischen INA und FAG wird Zeit knapp

Im Übernahme-Poker zwischen den Wälzlager-Herstellern FAG Kugelfischer und INA wird die Zeit langsam knapp. Die Schweinfurter FAG lehnt auch zehn Tage vor Ende der Übernahmefrist das INA-Angebot weiter ab, doch ein rettender Investor fehlt.

dpa-afx HERZOGENAURACH/SCHWEINFURT. "Wir wollen keinen Schnellschuss produzieren", erklärte ein Sprecher der FAG Kugelfischer Georg Schäfer AG am Freitag. "Wir feilen weiter an unseren Optionen." Details wollte er nicht nennen. In Bankenkreisen hieß es, die Gespräche seien intensiviert worden.

Die meisten Aktionäre warteten nach Angaben von FAG ab. "Entweder INA legt mehr drauf oder FAG präsentiert ein gutes Angebot", sagte der FAG-Sprecher.

Die Herzogenauracher INA-Holding blickt dagegen optimistisch dem 22. Oktober entgegen. "Wir sind gelassen", sagte INA-Sprecher Christian Treinies in Herzogenaurach. Außer "Papiertigern" habe die FAG schließlich bisher keinen "Weißen Ritter" präsentiert. Er betonte zudem, dass INA derzeit ihr Angebot nicht anheben werde. "Wir haben ein gutes Angebot gemacht", sagte er. Ohne die INA-Offerte läge die FAG-Aktie seiner Einschätzung nach heute bei fünf Euro.

Die INA-Holding Schaeffler KG besitzt derzeit mindestens 20 % an FAG, INA-Mitinhaberin Maria-Elisabeth Schaeffler habe zudem mindestens 5 % erworben. Aus Bankenkreisen verlautete, dass außerdem inzwischen zwischen 10 und 15 % der FAG-Aktionäre ihre Anteile zu 11 Euro der INA zum Verkauf angeboten hätten. Diese könnten jedoch bis zum Ende der Übernahmefrist jederzeit zurückgezogen werden.

Unternehmenskenner raten unterdessen FAG-Aktionären, ihre Anteile in ihren Depots zu halten. Um die INA unter Druck zu setzen, könnten Aktionäre ihre Scheine zunächst anbieten, dann aber kurzfristig wieder in ihr Depot zurücknehmen. Schließlich sei das Kaufangebot in den meisten Fällen von feindlichen Übernahmen in der Vergangenheit nicht beim ersten Angebot geblieben, hieß es.

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