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Im Unterhaus regiert die Abstiegsangst

Trainerentlassung bei Rot-Weiß Oberhausen, tiefe Depression beim vermeintlichen Aufstiegsfavoriten Eintracht Frankfurt: Nach knapp einem Drittel der Saison grassiert in der 2. Fußball-Bundesliga die Angst vor dem Absturz.

dpa MÜNCHEN. Trainerentlassung bei Rot-Weiß Oberhausen, tiefe Depression beim vermeintlichen Aufstiegsfavoriten Eintracht Frankfurt: Nach knapp einem Drittel der Saison grassiert in der 2. Fußball-Bundesliga die Angst vor dem Absturz.

"Wir müssen kämpfen, kratzen, beißen - gegen den Abstieg", räumte Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel nach zuletzt drei Niederlagen in Serie ein. Dagegen ist Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln dank der Tore von Lukas Podolski vor dem Gipfeltreffen bei Spitzenreiter Spvgg Greuther Fürth weiter auf Aufstiegskurs.

"Das ist ein absolutes Spitzenspiel gegen den Topfavoriten der 2. Liga", wies Trainer Benno Möhlmann trotz der bisher makellosen Fürther Heimbilanz von fünf Siegen in fünf Spielen seiner Mannschaft gegen Köln nur eine Außenseiterrolle zu. Bei dem Tabellendritten aus Köln, der nach eher glücklichen Punktgewinnen gegen Oberhausen und Rot-Weiß Essen schon an sich gezweifelt hatte, ist rechtzeitig vor dem Spitzenspiel am 11. Spieltag Selbstbewusstsein eingekehrt. "Die Mannschaft hat gezeigt, was in ihr steckt", freute sich Trainer Huub Stevens nach dem 2:0-Heimsieg gegen Mitabsteiger TSV 1 860 München.

Einen Tag nach dem 0:3 bei Aufsteiger 1. FC Saarbrücken musste Oberhausens Trainer Jörn Andersen seinen Hut nehmen. Im Mai fehlte gerade ein Punkt zum Wiederaufstieg ins Fußball-Oberhaus, doch mit nur acht Punkten aus zehn Spielen muss sich der Tabellenvorletzte nun mit dem Thema Abstieg beschäftigen. Am Sonntag wartet nun die schwere Aufgabe bei Alemannia Aachen auf Co-Trainer Jürgen Luginger, der die Oberhausener vorläufig betreuen soll.

"Wir müssen das Tabellenbild sehr ernst nehmen", sagte Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen vor dem Spiel in Unterhaching. Neun Punkte sind es bis zu einem Aufstiegsplatz, bis zu einem Abstiegsrang nur ein einziger. Den eigenen Ansprüchen hinkt auch 1 860 München mit Platz zehn hinterher. "Wir stehen weiter weg von den Aufstiegsplätzen, als wir uns das vorgenommen haben", räumte Geschäftsführer Roland Kneißl ein. Mit Dresden kommt am Montag aber die schwächste Auswärtself des deutschen Profi-Fußballs: Die Sachsen haben noch keinen einzigen Punkt in der Fremde geholt.

Gewarnt durch den jüngsten Aachener Ausrutscher reist der Tabellenzweite MSV Duisburg zu Aufsteiger Rot-Weiß Erfurt. Schlusslicht Rot-Weiß Essen hofft im Heimspiel gegen Saarbrücken auf den zweiten Saisonsieg, LR Ahlen trifft am Freitag nach sieben Spielen ohne Niederlage auf den Karlsruher SC. Energie Cottbus muss bei Eintracht Trier antreten, Erzgebirge Aue empfängt Wacker Burghausen.

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