Im Vorfeld der Q4-Zahlen
Dresdner Bank-Aktie schwächer

Die Aktien der Dresdner Bank haben am Mittwoch in Frankfurt im Vorfeld der für den 20. Februar angekündigten vorläufigen Geschäftszahlen Verluste eingefahren.

afx FRANKFURT. Nach den am Markt mit Enttäuschung aufgenommenen Zahlen der Deutschen Bank und der Commerzbank für 2000, insbesondere des vierten Quartals, blicke der Markt mit Spannung auf die anstehenden Zahlen der Beraterbank und der Hypo-Vereinsbank, die am 21. Februar anstehen, sagten Börsianer. Die Dresdner Bank-Aktie verlor bis 15.15 Uhr 2,01 % auf 48,26 Euro, während das Börsenbarometer Dax auf 6.612,42 Zähler fiel, ein Minus von 1,20 %.

"Im Investmentbankgeschäft der Dresdner Bank könnte das vierte Quartal ein Ergebnis im Minusbereich liefern", erklärte ein Händler einer deutschen Großbank. Die Goldman-Sachs-Analysten Susan Leadem und Julian Livingston Booth sagten, dass die Dresdner Bank ohne den Erlös aus den Beteiligungsverkäufen des Münchener Rück-Paketes im vierten Quartal einen Nettoverlust von 40 Mill. Euro ausweisen könnte. Inklusive außergewöhnlicher Gewinne erwarten die Analysten der Investmentbank im vierten Quartal einen Nettogewinn von 1,175 Mrd. Euro.

Belastend könnte sich auch die Halteprämien für die Investmentbanker in Höhe von 500 Mill. Euro nach der gescheiterten Fusion mit der Deutschen Bank auswirken, erwarten Börsianer. Bedenken bereitet Analysten wie Händlern auch die Strategie der Dresdner Bank. "Verglichen mit der Deutschen und der HypoVereinsbank fehlt es der Beraterbank an einer überzeugenden Strategie", sagte ein Frankfurter Aktienhändler.

Thomas Rothäusler vom Bankhaus Julius Bär hat sich ebenfalls auf schwächere Zahlen eingestellt. Als Grund nannte Rothäusler Halteprämien für Investmentbanker von Dresdner Kleinwort Wasserstein sowie Umstrukturierungskosten und eine hohe Risikovorsorge.

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