Im Vorfeld von Präsidenten-Besuch
Zehn Tote bei Unruhen in Indonesien

afp BANDA ACEH. Wenige Tage vor dem geplanten Besuch des indonesischen Präsidenten Abdurrahman Wahid in der Unruheprovinz Aceh sind am Wochenende mindestens zehn Menschen bei mutmaßlichen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Rebellen getötet worden. Nach Berichten von Augenzeugen und Lokaljournalisten wurden allein auf einer Verbindungsstraße im Bezirk Bireun die verstümmelten Leichen von fünf Männern gefunden. Die weiteren Opfer wurden im Süden der Provinz entdeckt. Wahid wollte am Dienstag der Provinz an der Nordspitze Sumatras einen Kurzbesuch abstatten.

Die indonesische Regierung und Unabhängigkeitskämpfer aus Aceh hatten vor kurzem beschlossen, einen neuen Anlauf zu Friedensverhandlungen zu nehmen. Bislang konnten sie sich jedoch noch nicht auf ein Datum einigen. In Aceh kämpfen Rebellen seit Mitte der 70er Jahre für einen unabhängigen islamischen Staat. Dabei kamen in den vergangenen zehn Jahren 5000 Menschen ums Leben, allein in diesem Jahr waren es mehr als 800 Menschen. Regierung und Rebellen unterzeichneten im Mai ein Abkommen über eine "humanitäre Pause". Der Waffenstillstand wurde zwar verlängert, dennoch ging die Gewalt seither nur leicht zurück.

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