Im vorigen Jahr waren die Neuzulassungen 42 260 Wagen 1998 auf gut 38 600 Volvo abgerutscht
Volvo will zwei Prozent Marktanteil in Deutschland

adx STOCKHOLM. Der schwedische Autohersteller Volvo strebt in Deutschland "mittelfristig einen Marktanteil von zwei Prozent" an. Derzeit befinde man sich auf einem "sehr guten Kurs", denn bei sinkendem Gesamtmarkt habe man die Stellung ausgebaut, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Volvo Car Corporation, Dieter Laxy. Für Deutschland habe sein Unternehmen in diesem Jahr ein Ziel von 43 600 Einheiten. Im vorigen Jahr waren die Neuzulassungen laut Kraftfahrt-Bundesamt von 42 260 Wagen 1998 auf gut 38 600 Volvo (Marktanteil 1,13 %) abgerutscht, erreichten im ersten Halbjahr 2000 aber wieder 21 006 Stück.

Die Premier Automotive Group (PAG), zu der Jaguar, Volvo und auch Land Rover gehören, sei geradezu ein Garant für eine positive Entwicklung, sagte Laxy, der bei Volvo für Entwicklung und Marketing zuständig ist. Denn die Gruppe könne klein, schnell und flexibel agieren. Diese Unternehmenskonstruktion sei "mehr als die reine Suche nach Synergien im Backoffice-Bereich, die natürlich auch eine Rolle spielen", fuhr Laxy fort. Die PAG ist eine 100prozentige Tochter des Ford-Konzerns.

Laxy verteidigte die Konzernentscheidung, das neue Mittelklassemodell S 60 nicht direkt vom Verkaufsstart an auch mit einem Dieselmotor anzubieten. "Der Diesel kommt nicht spät", so Laxy. Bereits im Februar folge die Vorstellung eines neuen eigenen Volvo Diesels, also nur zwei Monate später als die Markteinführung der Benzin-Modelle in Deutschland (11. und 12. November). Mit der neuen Baureihe wolle Volvo "die Marke noch stärker mit emotionalen Werten in Verbindung bringen". So passe die "betont sportliche" Limousine "sehr gut in unser Portfolio".

Der Volvo-Vize räumte ein, dass sein Unternehmen mit den neuen S 60 " sehr stark erobern" müsse, "da wir nicht auf einen vorhandenen Limousinen-Kundenstamm bei Volvo zurückgreifen können". Natürlich kämen aber auch Aufsteiger von S und V 40 als Kunden in Frage, ebenso wie die neudeutsch Empty Nester genannten Familien. Darunter werden Haushalte gefasst, die vom Kombi auf eine Limousine umsteigen, weil die Kinder aus dem Haus sind.

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