Im Zusammenhang mit Ausschreitungen gesucht
Festnahme eines Serbenführers gescheitert

Ein Versuch der Uno-Polizei und Kosovo-Friedenstruppen KFOR, den Führer der Serben im Norden Kosovos, Milan Ivanovic, festzunehmen, ist am Donnerstag gescheitert.

dpa/HB PRISTINA/BELGRAD. Nach Angaben der Uno-Administration UNMIK in Pristina besteht gegen Ivanovic Haftbefehl des internationalen Anklägers wegen versuchten Mordes im Zusammenhang mit Ausschreitungen in Kosovska Mitrovica vom 8. April.

Bei den damaligen Zusammenstößen zwischen Serben und Uno-Polizisten waren im serbisch kontrollierten Norden der geteilten Stadt 26 Menschen, darunter 14 Uno-Polizisten, verletzt worden. Zu den Unruhen war es nach der Festnahme eines örtlichen, militanten Serbenführers gekommen.

Das US-Kommando der KFOR bestätigte währenddessen, dass im Grenzgebiet zu Mazedonien 18 Mitglieder einer "gefährlichen" und bewaffneten "Extremistengruppe" festgenommen worden seien. Diese "Extremisten" hätten allerdings nichts mit den in der Ortschaft Klokot, im Nordosten der Provinz, in der vergangenen Woche verübten Anschläge zu tun, hieß es. Dabei waren zwei US-Soldaten verletzt worden. Die US-Soldaten hätten auch fünf weitere Verdächtige nahe ihrer Stützpunkte verhaftet. Alle Festgenommene seien Albaner, hieß es in Pristina.

Uno-Polizisten und KFOR-Soldaten stürmten am Donnerstagmorgen zwei Wohnungen im nördlichen Stadtteil von Kosovska Mitrovica fanden den gesuchten Serbenführer aber nicht. Ivanovic, Arzt und ehemaliger Direktor des örtlichen Krankenhauses, ist Chef eines Serbischen Nationalrates von Kosovska Mitrovica. Die Uno-Justiz erwartet, dass er sich selbst stellen werde, hieß es in Pristina.

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