Im zweiten Quartal 2001 Nettoverlust von 770 Millionen Euro
Philips schreibt rote Zahlen

Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat im zweiten Quartal 2001 einen Verlust von 770 Mill. ? (1,5 Mrd. DM) gemacht. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres wurde noch ein Reingewinn von 3,6 Mrd. ? gemeldet.

dpa AMSTERDAM. Dabei ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 16 % auf 7,68 Mrd. ? zurückgegangen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Amsterdam mit. Zwischen Januar und Juni 2001 belief sich der Verlust auf 664 Mill. ?, verglichen mit einem Gewinn von 4,77 Mrd. ? im Vorjahr. Für Umstrukturierungsprogramme hat Philips in dieser Zeit Rückstellungen von zusammen 714 Mill. ? vorgenommen.

Für die Verlustentwicklung macht der neue Philips-Chef Gerard Kleisterlee den in den USA begonnenen Abschwung auf den Märkten für Telekommunikation und PCs verantwortlich. "Unser Geschäft mit Halbleitern, Komponenten und Verbraucherelektronik ist davon in erheblichem Maß negativ betroffen worden", erläuterte er. Die Erträge sollen nach seinen Angaben im dritten Quartal ihren Tiefststand erreichen. Im zweiten Halbjahr sei mit weitere Rückstellungen zwischen 250 und 300 Mill. ? zu rechnen, kündigte Kleisterlee an. In den Abteilungen Beleuchtung, Haushaltsgeräte sowie persönliche Hygiene und medizinische Anlagen gingen die Geschäfte gut.

Analysten hatten mit einem Verlust vor Sonderposten von 196 bis 406 Mill. Euro gerechnet, wegen rückläufiger Umsätze im Halbleiter- und Komponentengeschäft. Philips selbst gab am Morgen bekannt, das Unternehmen erwarte keine Erholung für den Halbleitermarkt vor 2002. Zudem rechnet der Konzern mit zusätzlichen Vorsteuerbelastungen im zweiten Halbjahr in Höhe von 250 bis 300 Mio. Euro. Philips werde im Gesamtjahr 2001 beim Gewinn vor Sonderposten deshalb auch höchsten den Breakeven erreichen oder sogar einen kleinen Verlust ausweisen.

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