Im zweiten Quartal
US-Geschäftsbanken melden Rekordgewinne

Die Geschäftsbanken in den USA haben nach Angaben der staatlichen Einlagensicherung (FDIC) angesichts guter Zinserträge im zweiten Quartal 2002 einen Rekordgewinn von 23,4 Milliarden Dollar erwirtschaftet.

Reuters WASHINGTON/NEW YORK. "Die Bilanzzahlen der Banken aus dem zweiten Quartal zeigen, dass die Vorteile der niedrigen Zinssätze und eine steile Renditekurve mehr ausmachen als die Kosten aus den gestiegenen Kreditverlusten", sagte Don Inscoe, stellvertretender Direktor der Versicherungs- und Forschungssparte der FDIC. Bereits im ersten Quartal hatten die Banken mit 21,7 Milliarden Dollar einen Rekordgewinn erwirtschaftet.

Die Kreditverluste stiegen in dem Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum FDIC-Angaben zufolge um rund ein Drittel auf 10,5 Milliarden Dollar. Am stärksten betroffen seien dabei die Waren- und Verbraucherkredite. Auf Grund der hohen Anzahl von Unternehmenskonkursen sei der Anstieg der Verluste im Geschäftssektor aber erwartet gewesen, hieß es weiter. Jedoch beunruhige die ansteigende Verschuldung der Kreditkarteninhaber die Banken sehr viel mehr, da die Kredite an den privaten Sektor hoch seien und die Konjunkturerholung in den USA weiter auf sich warten lasse.

Gleichzeitig betonte Inscoe die Stärke des Bankensektors, da dieser trotz der anhaltenden Wirtschaftsflaute so gute Ergebnisse präsentieren könne. Während der Rezession in den Jahren 1990 bis 1991 hätten faule Kredite die Gewinne der Banken stark reduziert und die Zusammenbrüche hunderter Banken mit verursacht, sagte Inscoe weiter.

"Die überragende Mehrheit der bei der FDIC versicherten Kreditinstitute weisen die Art von Bilanzen und Gewinnstärke vor, die es ihnen erlaubt, die konjunkturelle Erholung mittels Darlehen an kreditwürdige Unternehmen und Verbraucher zu unterstützen", teilte die FDIC weiter mit.

Dagegen verbuchten die Wertpapierhäuser und Investmentbanken in den USA im zweiten Quartal auf Grund der Einbrüche an den Aktienmärkten einen empfindlichen Gewinnrückgang von 29 Prozent. Eine Erholung der Branche sei nicht vor dem kommenden Jahr abzusehen, teilte eine Branchenvereinigung mit. Die Institute erwirtschafteten im Berichtszeitraum den Angaben zufolge einen Vorsteuergewinn von rund 2,0 Milliarden Dollar und verzeichneten damit das drittschlechteste Quartal innerhalb von drei Jahren.

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