Imageprobleme aufbessern
Neuer Markt: Experte fordert Bußgelder

Um das angekratzte Image des Neuen Marktes zu verbessern, hat der Börsensachverständige Wolfgang Gerke mehr Rechte für Aktionäre und Bußgelder für unseriöses Management gefordert.

rtr HAMBURG. "Wenn ein Gericht einem Manager unseriöses Verhalten nachweist, so hat der Aktionär bislang keinen Anspruch auf Entschädigung", sagte Gerke in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview dem Magazin Stern. Zudem forderte Gerke, die Handelsaufsicht von Länder- auf Bundesebene zu verlagern. "Das Bundesaufsichtamt für den Wertpapierhandel muss das Recht erhalten, Bußgelder zu erlassen", sagte Gerke. Nachholbedarf sehe er auch bei den Gerichten und der Juristenausbildung. "Wir brauchen Juristen, die für die komplexe Börsenmaterie geschult sind. Und spezielle Wirtschaftsgerichte, an denen entsprechende Verfahren verhandelt werden."

Der Börsensachverständige hatte bereits am Montag für den Ausschluss von Niedrigpreis-Aktien (Penny-Stocks) vom stark unter Druck geratenen Neuen Markt plädiert. Allerdings bezweifelte er, ob dies ausreiche, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.

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