Immer mehr Mini-Fonds werden geschlossen
Fondsgebühren: Teure Miniportfolios

In vielen Branchen gelten die Economies of Scale, die Kostenvorteile eines größeren gegenüber einem kleineren Unternehmen. Das Londoner Fondsresearchhaus Fitzrovia hat untersucht, ob dieses ökonomische Gesetz auch für Investmentfonds in Europa gilt.

DÜSSELDORF. Als Maßstab nahmen die Analysten die gesamten laufenden Gebühren, die ein Anleger für sein Investment in Relation zum Wert seiner Fondsanteile zu zahlen hat (Total Expense Ratio).

Dabei erwiesen sich die Minis unter den aktiv gemanagten Aktienfonds mit weniger als fünf Millionen US-Dollar Anlagevolumen als die teuersten. 3,06 Prozent seines Fondsguthabens zahlen Kunden jährlich an Gebühren. Mit einer Quote von 1,66 Prozent waren die Schwergewichte mit mehr als 500 Millionen US-Dollar die günstigsten.

Bei der Fitzrovia-Analyse bestätigte sich aber noch ein anderes ökonomisches Gesetz: das des abnehmenden Grenznutzens. Sinkt die Total Expense Ratio bis zur Grenze von 100 Millionen US-Dollar Fondsvolumen noch dramatisch, nehmen sich die Kostenvorteile größerer Fonds eher gering aus.

Die Zeit der Bonsai-Fonds scheint ohnehin abgelaufen, denn die Branche schließt immer mehr kleine Portfolios oder legt sie mit anderen zusammen, um die Kosten zu drücken. Derzeit gelten etwa 20 Millionen Euro als Mindestgröße, um einen aktiv gemanagten Fonds wirtschaftlich betreiben zu können. Deren Total Expense Ratio liegt laut Fitzrovia bei 1,93 Prozent.

Quelle: Wirtschaftswoche

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