Immer mehr Privatleute sind zahlungsunfähig
Pleitewelle in Deutschland

Über die deutsche Wirtschaft rollt die größte Pleitewelle der Nachkriegszeit. Besonders betroffen sind Handel und Dienstleistungen.

dpa/vwd DÜSSELDORF. Allein im ersten Halbjahr 2002 hat es bundesweit 18 800 Unternehmensinsolvenzen gegeben. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres bedeutet das einen Anstieg von 25,2 %, teilte der Verband Creditreform am Mittwoch in Düsseldorf mit. Die höchsten Zuwachsraten von mehr als 30 % wurden im Handel und der Dienstleistungsbereich ermittelt. Die Zahl der ostdeutschen Handelspleiten stieg um 57,5 %.

Für das Gesamtjahr 2002 erwartet Creditreform vorsichtig geschätzt bundesweit 40 000 Firmenpleiten. Das wären 23,5 % mehr als im Vorjahr. Eine Konjunkturbesserung in der zweiten Jahreshälfte 2002 würde sich erfahrungsgemäß erst einige Monate später, also im Jahr 2003, bei den Insolvenzen auswirken.

Besonders hart traf es Privatleute: Fast doppelt so viele Menschen mussten sich für zahlungsunfähig erklären wie im Vorjahr.

Als Gründe für die Pleitewelle werden neben der schwachen Konjunktur die Kaufzurückhaltung und die mangelnde Eigenkapitalausstattung mittelständischer Firmen gesehen. Mit dem Zusammenbruch von Konzernen stünden Zulieferer vor dem Aus.

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