Immer mehr Unternehmen schätzen Büro-Outsourcing
Business Center – die flexible Alternative

In Zeiten des globalen Wandels ändert sich auch das Büro-Management der Unternehmen. Die Schlagworte heißen: Flexibilität und Kostenreduzierung. Hier erweisen sich Business Center als Outsourcing-Alternative zu starren Bindungen an Immobilien.

Wieso einen Zehnjahres-Mietvertrag abschließen, wenn nicht klar ist, ob das geplante Projekt drei, fünf oder zehn Jahre läuft? Wieso teure Installationen bezahlen, wenn Business Center diese Dienste kurzfristig und zeitlich begrenzt zur Verfügung stellen? Vor diesen Fragen stehen derzeit viele Unternehmen, die in einem sich zunehmend flexibilisierenden Marktumfeld agieren, die sich ebenso flexibel neuen Bedingungen anpassen müssen. Die Alternative lautet oft: Einmieten in ein Business Center statt Anmieten und Einrichten von klassischen Büroflächen.

Der Trend spiegelt sich in den Zahlen des Immobilienmarktes. Dort wächst besonders der Teilmarkt für sogenannte Serviced Office Accommodation, also das Marktsegment der Business Center: Die Research-Abteilung des Beratungsunternehmens Gartner prognostizierte in ihrer Studie "Workplace Transformation" (2001), dass im Jahr 2004 bis zu 15 Prozent der weltweiten Büroflächen-Nachfrage über externe Anbieter von integrierten Fullservice-Lösungen abgedeckt wird.

Zu Beginn der achtziger Jahre etablierten sich auch in Deutschland Business Center. Das neue Konzept stieß zunächst auf geringe Beachtung, da es hierzulande unbekannt war. Neben Vorurteilen (billige, aber nicht repräsentative Alternative, vielleicht als Einstiegs-Lösung für kleine Unternehmen und Start-ups geeignet) verhinderte eine Unternehmer-Mentalität den Durchbruch, nach der langfristige Immobilien-Engagements zur Grundlage eines Unternehmens gehörten.

Erst mit der Zeit sprachen sich die Vorteile der Business Center herum: Die Anbieter nahmen attraktive Büros in repräsentativen Lagen ins Portfolio. Unternehmen lernten zunehmend schätzen, dass ihnen eine komplette Infrastruktur inclusive Sekretariat, Catering und IT-Anbindung kurzfristig und zeitlich terminierbar zur Verfügung stand. Hinzu kam der Trend, der sich derzeit voll entfaltet: Märkte und geschäftliche Rahmenbedingungen ändern sich mit immer größerer Geschwindigkeit. Entsprechend hoch ist der Anpassungsdruck auch in Blick auf Bürokapazitäten. Der aktuell hohe Bedarf mag in zwei Jahren obsolet und in fünf Jahren wieder gefordert sein. Hier durch langfristiges Immobilien-Management Flächen vorzuhalten bedeutet, auch kostenintensive Leerstände mitzufinanzieren.

Mittlerweile haben sich zahlreiche Anbieter von Business Centern auf dem deutschen Markt etabliert. Neben dem Marktführer Regus (27 Center) zählen WWBC (World Wide Business Centres - ein Netzwerk inhabergeführter Business-Center, 15 Standorte), Pedus (10 Standorte) und Excellent (14 Center) zu den größeren Anbietern, ferner die Dienstleister Ihr Büro und Ecos. Das Unternehmen Agora Business Center, eine Tochtergesellschaft der Firma Redevco, die zur Brenninkmeijer-Gruppe gehört, bietet Räume in vier Centern an. Der Bundesverband Business Center nennt insgesamt mehr als 100 Standorte. 2001 wurden 236 000 Quadratmeter Bürofläche von Business Centern vermietet, das waren 67 Prozent mehr als 1999.

Die aktuelle Marktlage ist für die Business Center-Branche Krise und Chance zugleich. Die Center konkurrieren mit Unternehmen, die aufgrund von internen Konsolidierungen eigene Büroflächen zur Untervermietung anbieten. Allgemein hat der Büroflächen-Leerstand drastisch zugenommen, die Nachfrage bleibt verhalten. Andererseits führen gerade der Kosten- und Anpassungsdruck dazu, dass Business Center als Alternative in den Blick kommen.

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