Immer noch hohe Misserfolgsrate
Studie: Fusionen zusehends erfolgreicher

Nach zahlreichen Fehlschlägen in den vergangenen Jahren scheinen Fusionen und Übernahmen ("M&A") einer Studie zufolge immer häufiger zu gelingen. Allerdings ist noch rund ein Drittel der Zusammenschlüsse von Unternehmen nicht von Erfolg gekrönt.

Reuters FRANKFURT. "Jede dritte der bedeutenden Transaktionen weltweit der Jahre 2000 und 2001 hat zu einer Steigerung des Shareholder Value geführt", sagte KPMG-Vorstand Peter Wesner bei der Vorstellung der M&A-Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft am Montag in Frankfurt. Dies seien doppelt soviele wie noch bei einer ähnlichen Befragung 1999. Die Studie habe gezeigt, dass sich das "Transaktionsmanagement" klar verbessert habe.

Die KPMG befragte in Zusammenarbeit mit einer Marktforschungsgesellschaft 122 Unternehmen aus Europa, den USA und Asien zu den Erfahrungen mit ihren M&A-Transaktionen. Neben den 34 %, die angegeben hätten, den Unternehmenswert durch die Fusion gesteigert zu haben, hätten jeweils rund ein Drittel der Firmen nach eigenen Angaben "neutrale" beziehungsweise "wertvernichtende" Transaktionen abgeschlossen, hieß es.

Gemessen worden sei der Erfolg eines Zusammenschlusses an der Entwicklung des Unternehmenswertes ("Shareholder Value") sowohl gegenüber den direkten Wettbewerbern als auch im historischen Vergleich der Firma selbst. Bei einer ähnlichen M&A-Studie vor zwei Jahren hätten lediglich 30 % der Transaktionen erfolgreich abgeschlossen, 1999 seien es nur 17 % gewesen, hieß es. "Das heißt, dass 83 % keinen Wert geschaffen haben", betonte Wesner.

Im Vergleich zu den Wettbewerbern habe sogar mehr als die Hälfte der Fusionen und Zusammenschlüsse den Unternehmenswert gesteigert, sagte der KPMG-Vorstand weiter. "Bei der Studie vor zwei Jahren waren es nur 36 % - ein enormer Sprung." Dies sei "einigermaßen ermutigend für das M&A-Umfeld". Gute Chancen auf Erfolg hätten vor allem Transaktionen, die sich klar auf die Erhöhung von Marktanteilen beziehungsweise die Realisierung von Kosteneinsparungen konzentrierten.

Nach Worten von KPMG-Partnerin Marianne Schramm haben vor allem eine gründlichere Vorbereitung sowie ein besseres Management der Fusionen und Zusammenschlüsse die Erfolgsquote gehoben. Wichtig sei eine "ganz systematische M&A-Strategie", betonte sie. Dazu zählten vor allem die genaue Überprüfung der Zielfirma ("Due Dilligence"), eine ausreichende Risikoanalyse und sowie eine frühzeitige Planung der Integration. Auch habe die Studie gezeigt, dass das Top-Management stärker in den M&A-Prozess einbezogen werde.

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