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Immobilienbank Aareal steigert Konzerngewinn

Die Immobilienbank Aareal hat im ersten Halbjahr 2002 ihren Konzerngewinn im Vergleich zum Vorjahr um 11,4 % auf 49 Mill. ? gesteigert. Das Unternehmen sei zuversichtlich, das Planziel einer Eigenkapitalrendite von etwa neun Prozent nach Steuern für 2002 zu erreichen, teilte Aareal-Vorstandschef Karl-Heinz Glauner am Mittwoch im Zwischenbericht der Bank mit.

rtr WIESBADEN. Die Aareal ist aus der Aufspaltung der alten Wiesbadener Depfa-Gruppe in eine rechtlich selbstständige Immobilienbank und eine Staatsfinanzierungsbank, die jetzige Depfa Bank plc, hervorgegangen

Das Vorsteuerergebnis der Aareal sei binnen Jahresfrist um 20,8 % auf 87 Mill. ? gestiegen, hieß es weiter. Das Betriebsergebnis gab die Bank mit 90 (Vorjahr: 76) Mill. ? an. Allerdings seien die Geschäftszahlen auf Grund der Aufspaltung der ehemaligen Depfa in nun zwei börsennotierte Gesellschaften nur eingeschränkt vergleichbar.

Der Zinsüberschuss stieg nach den Angaben deutlich um fast die Hälfte auf 170 Mill. ?. Neben einer Reduzierung der Refinanzierungskosten hätten vor allem höhere Erträge aus dem Volumenanstieg im Kreditgeschäft zur Ergebnisverbesserung beigetragen. So habe beispielsweise die Übertragung von Krediten der Depfa Deutsche Pfandbriefbank AG auf die Aareal zu einer Verschiebung von Einnahmeströmen aus dem Provisionsgeschäft in die Zinserträge geführt. Allerdings erhöht die Bank ihre Risikovorsorge deutlich um 69 % auf 49 Mill. ?. Den Provisionsüberschuss gab das Institut mit 96 Mill. ? an (plus 5,5 %). Das Handelsergebnis ging auf drei Mill. ? zurück von sieben Mill. ? in Vorjahr.

Der Verwaltungsaufwand stieg in der ersten Jahreshälfte hingegen um 23,1 % auf 176 Mill. ?. Der Anstieg liege im Rahmen der Erwartungen, hieß es. Er beinhalte unter anderem die Übernahme von Mitarbeitern der ehemaligen Depfa Deutsche Pfandbriefbank, Erstkonsolidierungen in der Sparte Consulting/Dienstleistungen sowie einmalige Personalaufwendungen bei der Neuausrichtung der Aareon AG, wo insgesamt 104 Arbeitsplätze abgebaut worden seien.

Vorstandschef Glauner kündigte im Zwischenbericht an, dass die Aareal Bank wie bereits im Zuge des Aufspaltungsprozesses in Aussicht gestellt, in den kommenden Monaten ein weiteres Drittel ihres Immobilienbestandes verkaufen wird. Die Verkaufsgespräche ließen dies erwarten, hieß es. Im ersten Halbjahr habe die Bank bereits 15 Objekte ihres Bestandes verkauft. Dies entspreche ebenfalls rund einem Drittel.

Die Aareal-Bank-Aktie legte im frühen Handel um knapp 0,7 % auf 16,50 ? zu. Die Aktien der Aareal wurden am 17. Juni dieses Jahres erstmals an der Börse gehandelt, die Papiere der Staatsfinanzierungsbank Depfa Bank plc am 7. Juni. Die Aktien der neuen Immobilienbank werden ab 23. September im MDax notiert.

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