Immobilienboom ist zu Ende
Immer mehr Mallorca-Deutsche kehren heim

Eine zunehmende Zahl von deutschen Aussteigern scheitere in dem Ferienparadies und kehre in die Heimat zurück, berichtete ein Diplomat in Palma de Mallorca.

dpa PALMA DE MALLORCA. In vielen Fällen finde die Rückkehr unter dramatischen Umständen statt. Bis zu 1300 gescheiterte Mallorca-Deutsche im Jahr bäten die Behörden um Hilfe, weil sie nicht einmal das Geld für ein Rückflugticket hätten.

Die Wochenzeitung "Mallorca Magazin" berichtete unter Berufung auf Umzugsfirmen, dass der Zustrom der Deutschen nach Mallorca in letzter Zeit merklich nachgelassen habe. Offiziell gibt es dafür keine Bestätigung, weil die meisten auf der Insel lebenden Deutschen sich nicht bei den Einwohnermeldeämtern registrieren lassen. "Die Lebensumstände auf Mallorca sind schwieriger geworden", sagte der Diplomat. Im Tourismus herrsche Rezession, die Bauwirtschaft sei durch die verschiedenen Baustopps eingeschränkt. In der Gastronomie und in anderen Branchen seien Arbeitsplätze knapp geworden.

"Die alteingesessenen deutschen Handwerksbetriebe kommen über die Runden. Aber selbst sie klagen über einen Rückgang der Aufträge", erläutert der Diplomat. "Deutsche, die neu nach Mallorca umsiedeln, haben häufig keine Reserven." Wenn sie keine Jobs fänden oder die Geschäfte nicht so liefen wie erwartet, könnten sie bald die Miete nicht mehr zahlen. Die deutschen Konsularbehörden hatten schon vor Monaten darauf hingewiesen, dass auf Mallorca immer mehr deutsche Rentner in bitterer Armut lebten, weil sie mit der Pension nicht auskämen.

Nach einem Bericht der "Mallorca Zeitung" ist auch der Immobilienboom auf der Insel zu Ende. Das Kaufinteresse der Deutschen habe deutlich nachgelassen. Es gebe einen "Überfluss an Immobilien".

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