Immobilienkauf wegen Eigenheimzulage nur in gut begründeten Fällen vorziehen
Eigenheimzulage: Kein Grund für "Torschlusspanik"

Bauherren und Immobilienkäufer in spe müssen sich schnell entscheiden, wenn sie die nur noch dieses Jahr geltende volle staatliche Förderung in Anspruch nehmen wollen.

ddp/vwd BERLIN. Die im rot-grünen Koalitionsvertrag angekündigte Reduzierung der Eigenheimzulage sollte aber nicht dazu verleiten, in "Torschlusspanik" beim erstbesten Angebot zuzuschlagen. So weisen die Immobilienexperten der LBS darauf hin, dass die Preise für Immobilien wegen der veränderten Förderung nach oben klettern könnten und eine genaue Prüfung daher angebracht sei.

Stichtag für die Weitergeltung des alten Rechts ist laut Bundesfinanzministerium der Abschluss eines notariellen Vertrags oder die Abgabe des Bauantrags vor dem 31.12.2002. Die LBS weist allerdings darauf hin, dass Käufer und Bauherren nur in den Genuss des vollen Förderzeitraums von acht Jahren kommen, wenn sie noch im Jahr der Anschaffung einziehen. Diese so genannte Neujahrsfalle lässt sich aber umgehen, indem bereits im Vertrag die Übergabe im folgenden Jahr vereinbart wird.

Künftig wird die Eigenheimzulage und gegebenenfalls die Ökozulage nur dann gewährt, wenn Kinder steuerlich zu berücksichtigen sind. Je Kind erhält der Anspruchberechtigte dann eine Zulage von 1 200 Euro. Die Einkommensgrenzen werden von 81 807/ 163 614 Euro auf 70 000/ 140 000 Euro (ledig/ verheiratet) gesenkt. Sie beziehen sich wie bisher auf die zusammengerechneten Einkünften zweier Jahre. Personen ohne Kinder erhalten also künftig keine Zulagen.

Bis Ende des Jahres gelten noch die bisherigen Summen, also jährlich 2 556 Euro für Neubauten und 1 278 Euro für Altbauten für den Zeitraum von acht Jahren. Die Einkommensgrenzen liegen bislang bei 82 000/ 164 000 Euro. Nach Angaben von Bayerns Finanzminister Kurt Faltlhauser erhalten die Förderung in bisheriger Höhe künftig nur noch Familien mit mindestens sechs Kindern.

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