Immobilienwerte standen auf der Verkaufsliste
Hongkonger Börse verliert deutlich an Boden

rtr HONGKONG. Die Börse Hongkong hat am Montag mit einem Minus von fast drei Prozent deutlich an Boden verloren. Der Hang-Seng-Index schloss 417,63 Punkte oder 2,94 Prozent schwächer mit 13.776,72 Zählern und beendete damit den Handel auf dem tiefsten Stand seit dem 30. Mai 2000. Händler erklärten, von Abgaben seien vor allem Immobilienwerte betroffen gewesen, da viele Anleger nun von der Annahme ausgingen, dass es in nächster Zeit keine Zinssenkung geben dürfte. Die negativen Vorgaben aus den USA hätten ebenfalls auf die Stimmung gedrückt. Am Freitag hatte die über den Erwartungen liegende US-Arbeitsstatistik Hoffnungen auf eine baldige US-Zinssenkung zerschlagen.

Der Hang-Seng-Immobilien-Subindex verlor 4,26 Prozent und gab damit fast sämtliche in diesem Jahr erzielte Gewinne preis. Den grössten prozentualen Verlust seit dem 10. Januar sahen Sino Land . Der Titel schwächte sich um 9,52 Prozent auf 4,275 HK-Dollar ab. Das Kreditniveau dürfte wegen den möglicherweise ausbleibenden Zinssenkungen weiterhin hoch bleiben und damit die Attraktiviät der Firma schmälern, hiess es. Auch Sun Hung Kai Properties , die 4,52 Prozent auf 78.75 HK-Dolar verloren, und Cheung Kong , welche um 3,26 Prozent auf 89 HK-Dollar fielen, büssten deutlich an Boden ein.

Bankenwerte wie HSBC schlossen insgesamt ebenfalls schwächer. HSBC notierten fast zwei Prozent tiefer mit 102,50 HK-Dollar. Unter den übrigen Blue-chips sackten Johnson Electric wegen der hohen Ausrichtung auf den US-Automobilsektor 9,36 Prozent auf 12,20 HK-Dollar ab.

Analysten zufolge liegt die Unterstützungsmarke für den HSI kurzfristig bei 13.600 Punkten. "Zur Zeit sind wir hoffnungslos überverkauft. Es lohnt sich auf jeden Fall, die unvermeidbare technische Erholung abzuwarten", sagte ein Marktteilnehmer.

Der Börsenumsatz betrug insgesamt 8,56 (Freitag 5,26) Milliarden HK-Dollar.

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