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Impfung gegen Rülpser - Schafe produzieren weniger Methan

Hannover (dpa) - Dank einer Impfung stoßen Schafe in Australien nun geringere Mengen des Treibhausgases Methan aus. Australische Forscher haben das Methan in den Rülpsern der Tiere um acht Prozent reduziert, wie das Magazin «Technology Review» in seiner Juli-Ausgabe berichtet.

Hannover (dpa) - Dank einer Impfung stoßen Schafe in Australien nun geringere Mengen des Treibhausgases Methan aus. Australische Forscher haben das Methan in den Rülpsern der Tiere um acht Prozent reduziert, wie das Magazin «Technology Review» in seiner Juli-Ausgabe berichtet.

André-Denis Wright, Molekularbiologe vom australischen CSIRO-Institut, hatte die Tiere gegen Methanbakterien geimpft, die im Magen die Nahrung teilweise zu Methangas umwandeln. Ihre Ergebnisse halten Forscher jedoch noch für verbesserungsfähig. Darüber hinaus sind weitere Experimente mit Rindern geplant.

Methan wird im Pansen der Schafe und Kühe gebildet, wenn Magenbakterien der Tiere Pflanzenfasern in ihre Bestandteile zerlegen. Schafe oder Kühe atmen daher Methan aus und tragen damit zur Erwärmung der Erdatmosphäre bei. In Australien machen die Methanausdünstungen der millionenköpfigen Schaf- und Rinderherden nach Angaben des Magazins 14 Prozent der gesamten Treibhausgas-Emissionen aus.

Ein Schaf produziere 20 Gramm Methan pro Tag. Das mache sieben Kilogramm pro Jahr. Ein Rind stoße hochgerechnet sogar 114 Kilo Methangas im Jahr aus. Methangas ist ein sehr wirkungsvolles Treibhausgas.

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