Impfungen empfohlen
Affenpocken verbreiten sich in USA

Die USA haben im Kampf gegen die erstmals im Westen aufgetretenen Affenpocken drastische Maßnahmen ergriffen. So empfahl die amerikanische Seuchenbehörde CDC allen Bürgern, die sich an Tieren oder an Kranken infiziert haben könnten, eine Pockenimpfung - ungeachtet der möglichen Nebenwirkungen.

HB/dpa NEW YORK. Selbst schwangere Frauen und Kinder sollten sich trotz des hohen Risikos impfen lassen, gaben US-Medien am Donnerstag an die Bevölkerung weiter.

Gleichzeitig erließen die USA ein landesweites Verbot für den Handel mit Präriehunden. Strikt verboten ist inzwischen auch die Einfuhr jeglicher Nagetiere aus Afrika. Eine Beutelratte aus Gambia hatte das lebensgefährliche Affenpocken-Virus nach bisherigen Erkenntnissen nach Nordamerika eingeschleppt und dann im Schuppen eines Tierhändlers an Präriehunde und möglicherweise auch an andere exotische Tiere weitergegeben.

Derweil hat sich die Zahl der Verdachtsfälle auf 54 erhöht und auf vier US-Bundesstaaten ausgedehnt. Zu den Erkrankten gehören etliche Kinder. Laborbefunde bestätigen die bisher nur aus Afrika bekannte Form von Pocken in neun Fällen. Die anderen Ergebnisse stehen noch aus. Laut CDC beträgt die Todesrate in Afrika ein bis zehn Prozent. Die meisten Menschen kommen mit hohem Fieber, Schwäche und Pusteln auf der Haut davon. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch sei nicht auszuschließen.

In Afrika hatte sich gezeigt, dass eine Pockenimpfung eine Erkrankung an Affenpocken zu 85 Prozent vermindern kann. Am wirksamsten ist der Impfstoff, wenn er in den ersten vier Tagen nach einem Kontakt mit dem Erreger geimpft wird.

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