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Importpreise steigen deutlicher als erwartet

Die Einfuhrpreise lagen im August aufgrund des hohen Ölpreises um 11,9 % über dem Vorjahr. Am deutlichsten verteuerte sich Dieselkraftstoff.

Reuters WIESBADEN. Wegen der hohen Ölpreise sind die deutschen Importpreise im August stärker gestiegen als erwartet. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, stiegen die Einfuhrpreise im August um 1,4 Prozent zum Vormonat nach 0,4 Prozent im Juli. In der Jahresrate verzeichneten die Einfuhrpreise mit plus 11,9 (Juli 10,9 %) Prozent den höchsten Ansteig seit Oktober 1981.

Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 0,7 Prozent zum Vormonat und um 11,0 Prozent zum Vorjahr gerechnet. Ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lagen die Importpreise 0,9 Prozent über dem Vormonatswert und 7,6 Prozent zum Vorjahreswert.

Den Angaben zufolge verteuerten sich vor allem die Einfuhr von Dieselkraftstoff und leichtem Heizöl (plus 14,1 Prozent), Erdöl (plus 7,2 Prozent) und Erdgas (plus 6,2 Prozent). Billiger wurde dagegen die Einfuhr von Kaffee (minus 7,5 Prozent).

Die deutschen Ausfuhrpreise stiegen im August im Jahresvergleich um 4,0 Prozent und im Monatsvergleich um 0,4 Prozent. In der Jahresrate war dies der höchste Anstieg seit März 1989.

Die stärkste Teuerung verzeichneten die Statistiker im Jahresvergleich bei Erdgas (plus 95,3%), Edelmetallen (plus 83,1%), Mineralölerzeugnissen (plus 74,1%) und Holz- und Zellstoff (plus 51,9%). Milch- und Milcherzeugnisse verteuerten sich lediglich um 6,9%.

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