Impulsloser Handel: Tokioter Börse schließt schwächer

Impulsloser Handel
Tokioter Börse schließt schwächer

Die Tokioter Börse hat am Donnerstag zum dritten Mal in Folge schwächer geschlossen. Händler verwiesen einerseits auf die Kursverluste im Bankensektor und andererseits auf den stärkeren Yen, der den Exportwerten das Leben schwer mache. Der Handel sei alles in allem jedoch impulslos verlaufen.

Reuters TOKIO. Der 225 führende Werte umfassende Nikkei-Index verlor 0,32 % oder 27,52 Zähler auf 8650,92 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index fiel um 0,5 % oder 4,34 Punkte auf 849,35 Punkte.

Die Aktien der SMFG Sumitomio Mitsui Financial Group, Japans zweitgrösster Bank, sackten erneut 5,7 % ab auf 312 000 Yen. Damit hat die Bank seit der Bekanntgabe der Pläne am Montag, das Kapital durch die Ausgabe von wandelbaren Vorzugsaktien um 300 Mrd. Yen zu erhöhen, rund 500 Mrd. Yen an Börsenwert eingebüsst. "In- und ausländische Investoren haben SMFG geshortet, um den Kurs zu drücken, bevor der Wandelpreis (am Freitag) festgesetzt wird", sagte Ken Masuda, Chefhändler bei Shinko Securities. "Wenn der Preis mal fixiert ist, werden wir eine von SFMG angeführte Kursrally sehen", sagte er.

Von SFMG mitgezogen schlossen auch die anderen grossen Bankenwerte Mizuho Holdings, UFJ Holdings und Tokio Financial Group zum Teil markant schwächer.

Wegen des starken Yen hätten Exportwerte wie Sony Corp und weitere Technologietitel nachgegeben.

Andere Werte, die vor dem Abschluss des Geschäftsjahres (per Ende März) stark unter Druck standen, obwohl sie zuletzt solide Ergebnisse vorgelegt hatten, sowie Aktien von Unternehmen, die die Wende geschafft hätten, verbuchten dagegen Gewinne.

So legten die Aktien des Schwergewichts Matsushita Electric Industrial Co vor der Veröffentlichung des Quartalsberichts nach Börsenschluss knapp ein Prozent zu. Matsushita, die Markenprodukte für Panasonic produziert, teilte mit, das Unternehmen habe im dritten Quartal die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft.

Auch die Aktien des Kamera- und Büromaschinenherstellers Canon oder des Haushaltswarenproduzenten Kao Corp legten zu. Kao erwartet einen Rekordgewinn.

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