In 11 Fällen enthielten Lebensmittel Rindanteile, die nicht deklariert waren.
Etikettenschwindel bei Wurstwaren

ddp/dpa HANNOVER/MAGDEBURG. In Niedersachsen sind in diesem Jahr insgesamt elf Fälle nachgewiesen worden, in denen Lebensmittel Rinderproteine enthielten, obwohl dies auf der Verpackung nicht angegeben war. Der zuständige Verbraucherschutz-Referent des Ernährungsministeriums, Christian Grugel, sagte am Donnerstag in Hannover, dass von diesen elf Fällen bereits neun vor dem ersten BSE-Fall in Deutschland festgestellt wurden. Das staatliche Lebensmitteluntersuchungsamt in Braunschweig habe routinemäßig rund 1 400 Lebensmittelproben entnommen und auf die darin enthaltenen Tierarten untersucht.

Man könne keine gesicherten Aussagen machen, zu wie viel Prozent die Wirtschaft gegen die Etikettierungsvorschriften verstoße, da die Datenbasis noch nicht für eine statistische Auswertung reiche, betonte Grugel. Die Untersuchungen würden fortgesetzt.

Strafverfahren für 11 Hersteller von Fleischwaren

Elf Herstellern von Fleischwaren drohen in Sachsen-Anhalt Strafverfahren wegen des Verarbeitens von Rindfleisch in Produkten, ohne dies anzugeben. Das sagte die Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums von Sachsen-Anhalt, Annette Schütz, am Donnerstag in Magdeburg. Weitere fünf Fabrikanten müssten mit Ordnungswidrigkeitenverfahren rechnen. Insgesamt wurden vom 14. bis 28. Dezember 80 Waren-Proben untersucht.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%