In 12 bis 18 Monaten
Nortel erwartet Konsolidierung im Mobilfunksektor

Der kanadische Telekomausrüster Nortel Networks erwartet nach Angaben des Chefs des Mobilfunkbereiches, Pascal Debon, eine rasche Konsolidierung der weltweiten Mobilfunkbranche.

Reuters LONDON. Die Zahl der weltweit tätigen Konzerne dürfte sich auf drei oder vier von derzeit acht reduzieren, sagte Debon am Montag in einem Telefoninterview.

"Ich denke, es wird in den kommenden zwölf bis 18 Monaten eine Konsolidierung geben", sagte Debon. Es sei allerdings noch zu früh, um zu sagen, wer als Gewinner hervorgehen werde. Derzeit schienen der schwedische Ericsson-Konzern und die finnische Nokia die unbestrittenen Marktführer für Mobilfunkgeräte der dritten Generation (UMTS) zu sein. Debon nahm für Nortel den dritten Platz in diesem Bereich in Anspruch.

Nach Ansicht von Jason Chapham, Analyst bei Gartner Dataquest, kämpfen Nortel und Siemens-NEC um die dritte Position. Nortel hat bisher 17 UMTS-Verträge abgeschlossen, davon einige von großen Telekom-Konzernen in Spanien, Italien und Großbritannien. Allerdings ist das Volumen vieler Aufträge nach Ansicht von Marktexperten noch klein, da die Konzerne die breite Einführung der neuen und schnellen Netzwerke hinauszögern, um Geld zu sparen und ihre Schulden zu reduzieren.

Die UMTS-Technologie ermöglicht unter anderem das Versenden von Videosequenzen zum Handy oder die drahtlose Hochgeschwindigkeits-Verbindung zwischen Laptops und Firmennetzwerken.

Stagnierender Mobilfunkmarkt erwartet

Debon bekräftigte seine Einschätzung, er erwarte weiterhin einen stagnierenden weltweiten Mobilfunkmarkt in diesem Jahr. Dagegen rechnen andere Mobilfunkexperten mit einem Umsatzrückgang in der Branche von rund zehn Prozent. Die meisten Analysten gehen von einer breiten Umsetzung der UMTS-Dienstleistungen bis 2004 oder 2005 aus, obwohl die ersten europäischen Netzwerke zum Jahresende in Betrieb genommen werden sollen. Debon sagte, seine Prognose, wonach die mobilen Datenanwendungen sich in den kommenden zwölf Monaten in Europa durchsetzen würden, sei nicht zu optimistisch. "Ich bin ein Realist", sagte er in dem Interview.

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