In Ägypten angekommen
Fischer wirbt um Unterstützung für den Friedensprozess

Im Rahmen seiner Vermittlungsbemühungen im Nahost- Konflikt hat Bundesaußenminister Joschka Fischer Ägypten um Unterstützung gebeten. Es sei sehr wichtig, dass Kairo nun die Anstrengungen des Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat begleite, sagte Fischer am Dienstag nach Gesprächen mit seinem ägyptischen Amtskollegen Ahmed Maher und dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Mussa.

dpa KAIRO. "Wir hatten sehr intensive Gespräche", sagte Fischer. Die Waffenruhe zwischen Israelis und Palästinensern sei noch sehr zerbrechlich. "Wir müssen den Waffenstillstand ausbauen", sagte Fischer. Die Waffenruhe sei nötig gewesen, um einen Zusammenbruch des Friedensprozesses zu verhindern.

Erneut betonte Fischer die Bedeutung des Mitchell-Reports. Dieser müsse so schnell wie möglich umgesetzt werden. "Beide Seite haben gesagt, dass sie den Mitchell-Report akzeptieren", sagte Fischer. Der von einer Kommission unter dem früheren US-Senator George Mitchell abgefasste Bericht spricht sich unter anderem für ein Ende von Gewalt und Terror sowie einen Stopp des jüdischen Siedlungsbaus in den besetzten Gebieten aus.

Fischer, der nach dem Terroranschlag eines palästinensischen Selbstmordattentäters in Tel Aviv im Nahost-Konflikt überraschend eine Vermittlerrolle übernommen hatte, war am Montagabend aus Israel nach Kairo gekommen. Vor seinem Weiterflug nach Jordanien wird Fischer am Dienstag noch zu einem Gespräch mit Staatspräsidenten Husni Mubarak zusammentreffen. Nach einem kurzen Aufenthalt in Jordanien und einem Gespräch mit König Abdullah II. wird Fischer am Dienstag nach Berlin zurückkehren.

Pendeldiplomat Fischer


Kommentar: Fischers begrenzter Spielraum

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