In Basel verlängert
Auch Christian Gross gibt Schalke einen „Korb“

Der vorjährige deutsche Fußball- Pokalsieger FC Schalke 04 ist weiter auf der Suche nach einem neuen Trainer. Nach der Absage von Felix Magath (VfB Stuttgart) gab am Montag auch der zuletzt als Favorit gehandelte Christian Gross vom FC Basel dem Revier-Club einen "Korb", nachdem der 48-jährige vom Vize-Meister FC Basel in der "Basler Zeitung" Gespräche mit Manager Rudi Assauer zugegeben hatte.

HB/dpa BASEL/GELSENKIRCHEN. Die Schweizer Nachrichtenagentur siz meldete am Montagabend, dass Gross seinen bis 2004 fixierten Vertrag nach kurzer Bedenkzeit vorzeitig bis 2006 verlängert habe - ohne Ausstiegsklausel.

"Schalke hat unheimlich viel Potenzial. Der Club will wieder mit aller Macht die Nummer drei in Deutschland werden", sagte Gross dem "Express", der am Montag sogar schon von einem "perfekten Deal" zwischen dem Zürcher und dem Revier-Club berichtete.

Gross hätte gut ins Schalker Anforderungsprofil gepasst. Er spricht fünf Sprachen, ist international erfahren, hält viel von Disziplin und hat bereits einige Erfolge als Trainer vorzuweisen. Von 1997 bis 1998 war er bei den Tottenham Hotspurs tätig, wo er sich aber mit Jürgen Klinsmann überwarf. Unter dem jetzigen Club-Chef des 1. FC Kaiserslautern, René C. Jäggi, führte Gross, der zwischen 1980 und 1982 für den VfL Bochum 29 Bundesliga-Spiele (4 Tore) bestritt, den FC Basel in der Nationalliga A zurück an die Spitze. Er feierte zwei Pokalsiege und 2002 die erste Schweizer Meisterschaft nach 22 Jahren.

In der abgelaufenen Saison sorgte er auch in der Champions League für Furore, als er mit Basel die Zwischenrunde nur knapp verpasste. Die diesjährige Meisterschaftsrunde schloss Basel unter Gross am Samstag als Zweiter mit einem Punkt Rückstand auf Titelträger Grasshopper Zürich ab. Danach schritt der Coach laut Medienberichten mit zum Dank erhobenen Händen die begeisterte Kulisse im Basler "St. Jakob-Park" ab. Es habe wie ein Abschied ausgesehen.

Basels Vereinsboss Roger Hegi wurde zitiert: "Gross hat hervorragende Arbeit geleistet, das ist nicht unbemerkt geblieben. Wenn sich ein ganz großer Verein interessiert, dann wird er weggehen. Da darf man nicht blauäugig sein." Am Montagabend aber war der Deal FC Basel-Gross dann perfekt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%