In bemalten Sarkophagen
Diebe graben zwei intakte Mumien aus

Drei Diebe haben bei illegalen Grabungen im oberägyptischen Maghagha mehr Glück gehabt, als so manchem Archäologen in seiner gesamten Karriere beschert ist.

HB/dpa KAIRO. Wie die Kairoer Tageszeitungen am Montag berichtete, entdeckten ein Fahrer und zwei Arbeiter aus der Provinz Minia zwei mit Goldfarbe bemalte Sarkophage aus der Pharaonenzeit mit den gut erhaltenen Mumien zweier Königinnen aus der 26. und 30. Dynastie (664-525 v. Chr und 380-343 v. Chr). Der Diebstahl fiel auf, als die drei ihren Fund für fünf Millionen ägyptische Pfund (rund 770 999 Euro) einem Händler anbieten wollten.

Denn der angebliche Händler, mit dem sie verhandelten, war ein Polizist der Altertümerpolizei. Am Sonntag wurden die Diebe bei einer fingierten Übergabe der Mumien für drei Millionen Pfund in der Provinzstadt Minia verhaftet.

In Marghagha sind ein Felsengrab aus der 6. Dynastie sowie mehrere Gräber aus der Spätzeit bekannt. Nach Angaben der Zeitung "Al-Ahram" waren die Särge aus Edelhölzern gefertigt und jeweils rund 1,85 Meter lang. Beide Mumien hätten Totenmasken und bunte Goldketten getragen. Auf einem der beiden Sarkophage stand in Hieroglyphen "Herrin der Stadt". "Al-Ahram" zeigte am Montag das Bild eines der Sarkophags, auf dem - wahrscheinlich in idealisierter Form - das Antlitz seiner Besitzerin kunstvoll aufgemalt war.

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