In den kommenden fünf Jahren nicht absehbar
Auch mittelfristig keine Aktienumwandlung bei Fresenius

Der Medizin-Konzern Fresenius wird nach eigenen Angaben auch mittelfristig seine Vorzugsaktien nicht in Stammaktien umwandeln. In den kommenden fünf Jahren sei das nicht absehbar, sagte Vorstandschef Gerd Krick am Dienstag nach der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens.

Reuters BAD HOMBURG. Der Vorstandschef der im Dax notierten Dialyse-Tochter FMC, Ben Lipps, sagte, nach internen Berechnungen stehe FMC gemessen am Gewicht in dem Börsenindex jetzt auf Platz 27 oder 28 und werde auch nach der Neuberechnung des Indexes im Sommer 2002 noch zu den 30 größten Werten an der Frankfurter Börse gehören.

Vergangene Woche hatte der Softwarehersteller SAP angekündigt, seine Vorzugsaktien im Verhältnis eins zu eins in Stammaktien umzuwandeln. Damit wolle er das starke Gewicht der Aktie im Dax nach 2002 behalten, hatte es geheißen. Künftig soll nur noch eine Aktiengattung zur Errechnung des Gewichts eines Wertes im Index herangezogen werden.

"Im Moment denken wir nicht daran (an die Umwandlung von Vorzugs- in Stammaktien)", sagte Fresenius-Chef Krick. Befragt nach einem konkreten Zeitraum, sagte er: "Die nächsten fünf Jahre." Das Unternehmen hatte vergangene Woche erklärt, es habe "derzeit" keine Bestrebungen, die Aktien umzuwandeln.



Nur die 70 Mill. stimmberechtigten Stammaktien der Dialyse-Tochter FMC sind im Dax notiert. Knapp 51 % davon hält die Muttergesellschaft Fresenius. Daneben gibt es 25 Mill. stimmrechtlose FMC-Vorzugsaktien in Streubesitz. Würden sie in Stammaktien umgewandelt, verlöre Fresenius die Mehrheit der Stimmrechte bei FMC.



Das Aktienkapital der Konzernmutter Fresenius selbst ist aufgeteilt in je zehn Mill. Stamm- und Vorzugsaktien. Nur die Vorzüge sind im MDax der 70 mittelgroßen Werte notiert. Die Stämme sind nach Unternehmensangaben zu 68 % im Besitz der Fresenius-Stiftung.

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