In den meisten Fälle legal
Geldwäsche-Anzeigen mit Euro gestiegen

Mit der Euro-Einführung ist die Zahl der Anzeigen wegen Verdachts auf Geldwäsche in Deutschland drastisch gestiegen. Bei den Ermittlungsbehörden seien im Januar etwa doppelt so viele Anzeigen eingegangen wie in den Monaten zuvor

HB/ dpa/ Wiesbaden/Dresden. Bei den Ermittlungsbehörden seien im Januar etwa doppelt so viele Anzeigen eingegangen wie in den Monaten zuvor, sagte die Sprecherin des Wiesbadener Bundeskriminalamts (BKA), Birgit Heib, den "Dresdner Neuesten Nachrichten" (Samstagsausgabe).

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" geht aus einem internen Lagebericht mit ersten Ermittlungen für Januar aber hervor, "dass es sich bei den meisten Bargeldumtauschvorgängen um legale oder Vorgänge mit nicht geldwäscherelevanter steuerrechtlicher Bedeutung handelt".

Neben der besonderen Wachsamkeit bei den Banken sei ein Grund auch das tatsächlich erhöhte Geldwäscheaufkommen, sagte jedoch BKA-Sprecherin Heib den "Dresdner Neuesten Nachrichten". Die Mitarbeiter der Geldinstitute seien durch eine Software unterstützt worden, die Geldwäschern schneller auf die Spur kommt.

Nach Abschluss der Umstellung auf den Euro sei die Anzahl wieder auf ein "relativ normales Niveau" zurückgefallen. Die hohe Zahl der Verdachtsfälle ist dem "Spiegel" zufolge darauf zurückzuführen, dass die Banken "ihrer Meldepflicht in übersteigertem Maße" nachgekommen sind, um sich nicht selbst strafbar zu machen.

Unzureichend sei derzeit die Erfassungsquote einiger Bundesländer in Bezug auf die Geldwäschedatei. Im Februar hätten Hessen, Mecklenburg- Vorpommern, das Saarland und Hamburg keine Neuvorgänge erfasst. Auf Grund personeller Engpässe seien aus der Hansestadt seit Oktober keine Zahlen mehr in die zentrale Datenbank geliefert worden, in der über 6000 Geldwäscheverdachtsfälle gespeichert sind.

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