In der Euro-Zone stagniert die Quote
Keine Trendwende am Euro-Arbeitsmarkt

In der Euro-Zone stagnierte im Januar die Arbeitslosenquote: Zu Jahresbeginn hatten saisonbereinigt 8,4 % der Arbeitnehmer in Euroland keinen Job, meldete das Europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag.

ost DÜSSELDORF. Die Statistiker revidierten zudem die Dezember-Quote um 0,1 Prozentpunkte nach unten. Volkswirte hatten im Januar mit einem Anstieg auf 8,6 % gerechnet. Besser war die Lage in der gesamten EU - hier lag die Quote unverändert bei 7,7 %. Im internationalen Vergleich sieht Europa aber nach wie vor schlecht aus: In den USA lag die vergleichbare Arbeitslosenquote im Januar bei 5,6 %, in Japan bei 5,3 %.

Ökonomen interpretieren die neuen Zahlen daher vorsichtig. "So wie es im Augenblick aussieht, scheint der Arbeitmarkt in diesem Abschwung mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein", meint Gabriele Widmann von der DGZ Bank. -Deka David Naudé, Ökonom bei der deutschen Bank, traut den neuen Zahlen daher nicht ganz über den Weg: "Es ist sehr schwer zu glauben, dass der schlimmste Abschwung seit der Rezession von 1993 zu einer so milden Verschlechterung an den Arbeitsmärkten geführt hat."

Die Eurostat-Quote gebe die Beschäftigungslage nicht akkurat wieder, so Naudé. Zum einen, weil Eurostat für die Länder, die noch keine frischen Daten gemeldet haben, sehr optimistische Zahlen annehme. Zum anderen sei die Zahl der Arbeitslosen absolut betrachtet zum fünften Mal in Folge gestiegen. Im Januar waren in der Euro-Zone insgesamt 11,5 Millionen Menschen ohne Job, 227 000 mehr als einen Monat zuvor. Von August bis Januar stieg die Zahl der Arbeitslosen laut Naudé sogar um 1,6 Millionen. "Es gibt kaum Anzeichen für eine Trendwende", sagt Naudé.

Am besten stehen die Niederlande und Luxemburg da, dort sind gerade einmal 2,4 bzw. 2,6 % der Menschen ohne Arbeit. In Deutschland stieg die Quote um 0,1 Punkte auf 8,1 % - damit war die Bundesrepublik besser als der Durchschnitt in der Euro-Zone, liegt aber im oberen Drittel. Noch schlechter standen nur Spanien (12,8 %), Finnland (9,3 %) und Frankreich (9,0 %) da. Im Februar hat sich die Lage am deutschen Arbeitsmarkt weiter verschlechtert, laut dpa gab es aber weniger als 4,3 Mill. Arbeitslose - ein geringfügiger Anstieg zum Vormonat.

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