In der kommenden Woche
IG Metall kündigt Warnstreiks an

In der Metall- und Elektroindustrie soll es bereits kommende Woche zu ersten Warnstreiks kommen. Der IG-Metall- Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen kündigte am Montag an, dass es noch vor dem Ende der Friedenspflicht am 28. März Arbeitsniederlegungen geben wird.

dpa BERLIN. Nach Auffassung der Gewerkschaften gelten die Vereinbarungen zur Friedenspflicht nur im alten Bundesgebiet, nicht aber in den neuen Ländern. Die IG Metall fordert in den bundesweit laufenden Tarifverhandlungen 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Das erste Angebot der Arbeitgeber liegt bei 2 Prozent.

IG-Metall-Bezirksleiter Hasso Düvel verwies in Berlin darauf, dass das 1979 mit den Metall-Arbeitgebern abgeschlossene Abkommen zur Friedenspflicht nach der deutschen Vereinigung nicht auf den Osten übertragen worden sei. Deshalb seien in Ostdeutschland bereits vor dem 28. März Warnstreiks möglich, sagte Bezirksleiter Hasso Düvel. Nach seinen Angaben sind einstündige Arbeitsniederlegungen in verschiedenen Betrieben in Brandenburg, Sachsen und im Ostteil Berlins geplant. Die Aktionen sollen am Montag beginnen und zunächst bis Mittwoch dauern.

Nach Informationen des "Handelsblatts" (Montag) will die IG Metall ihre Mitglieder Ende April zur Urabstimmung über einen Arbeitskampf aufrufen, falls bis dahin kein Tarifabschluss gelungen ist. Für einen Streik ist die Zustimmung von 75 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder erforderlich. Bundesweit zählt die Branche rund 3,6 Millionen Beschäftigte.

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