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In der Schlussminute: Mainz schlägt Bremen 2:1

Benjamin Auer hat mit einem Last-Minute-Tor die Bundesliga-Erfolgsgeschichte des FSV Mainz fortgeschrieben und Werder Bremen die Generalprobe für das Champions-League-Spiel beim RSC Anderlecht verdorben.

dpa MAINZ. Benjamin Auer hat mit einem Last-Minute-Tor die Bundesliga-Erfolgsgeschichte des FSV Mainz fortgeschrieben und Werder Bremen die Generalprobe für das Champions-League-Spiel beim RSC Anderlecht verdorben.

Der Stürmer traf in der 90. Minute zum 2:1 (0:0) und besiegelte damit die Niederlage für den lange führenden deutschen Meister. Vor 20 300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion hatte Angelos Charisteas die Gäste in der 56. Minute in Führung gebracht. Dem eingewechselten Niclas Weiland war sieben Minuten vor Schluss der Ausgleich gelungen. "Das ist unfassbar", jubelte FSV-Trainer Jürgen Klopp über die späte Wende.

Der Sieg des Aufsteigers war verdient, weil die Mainzer auch nach dem Rückstand nie aufsteckten. Als Auer in der letzten Minute ins lange Eck traf, gerieten die Fans schier aus dem Häuschen. "Es war eine perfekte Vorarbeit, ich musste nur noch einschieben", lobte Auer den Passgeber Ranisav Jovanovic, der auch den Ausgleich vorbereitet hatte. Mit 15 Punkten überflügelten die Rheinhessen den Double-Gewinner des Vorjahres und auch Rekordmeister Bayern München in der Tabelle und schoben sich sensationell auf den dritten Rang vor. "Wir haben zwei klasse Tore gemacht und verdient gewonnen. Die Jungs können stolz auf sich sein", lobte Klopp.

Werder-Coach Thomas Schaaf war dagegen stinksauer. "Wir haben in der zweiten Halbzeit zu wenig getan und das Spiel aus der Hand gegeben", kritisierte er die Nachlässigkeit seiner Mannschaft. Die hatte sich in der ersten Hälfte einen offenen Schlagabtausch mit den Mainzern geliefert, diesen nach der Führung aber das Feld überlassen. "Wir haben den Gegner bei beiden Gegentoren durchlaufen lassen, statt ihn zu stellen", monierte Schaaf.

Für Klopp kam der Erfolg nicht überraschend, weil "wir schon vor dem 0:1 immer im Spiel waren". Bereits nach 45 Sekunden prüfte Antonio da Silva erstmals Bremens Schlussmann Andreas Reinke, der auch bei einem Kopfball des Brasilianers (5.) und einem Schuss von Benjamin Auer (26.) seine Klasse bewies. Auf der Gegenseite rettete Dimo Wache mit einer Glanzparade gegen einen Volleyschuss von Tim Borowski (4.). Auch bei einem Freistoß von Valerien Ismael (7.) zeigte sich der Mainzer Torwart auf dem Posten.

Mitte der ersten Hälfte verlor die Partie etwas an Schwung, weil beide Teams die Räume im Mittelfeld geschickt verengten und dem Gegner mit gnadenlosem Pressing nur noch wenig Platz zum kombinieren ließen. Zudem liefen vor allem Bremens Stürmer Klose und Charisteas immer wieder ins Abseits. Nach der Führung durch den Griechen zogen sich die Bremer in die Defensive zurück und wurden dafür von den aufopferungsvoll kämpfenden Mainzern bestraft.

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