In der Tradition von Volker Rühe
Struck will lange Verteidigungsminister bleiben

Der neue Bundesverteidigungsminister Peter Struck (SPD) will sein Amt im Fall eines Wahlsieges auch über den 22. September hinaus wahrnehmen. "Ich tue alles dafür, dass meine Amtszeit sehr lange dauern wird", sagte Struck am Donnerstag in einer Sondersitzung des Bundestages.

ddp BERLIN. Struck versicherte, er werde sich "mit ganzer Kraft" um das Wohl der Bundeswehr kümmern. Die Bundeswehr genieße im In- und Ausland ein hohes Ansehen.

In seiner ersten Regierungserklärung betonte Struck, er stehe zu dem breiten Konsens zur Sicherheits- und Verteidigungspolitik in Deutschland. Der SPD-Politiker sah sich dabei in der Tradition seiner Vorgänger und nannte ausdrücklich Helmut Schmidt, Georg Leber, Volker Rühe und Rudolf Scharping.

Sicherheitspolitik müsse mehr leisten als Abschreckung und Verteidigung, betonte Struck weiter. Mit dem 11. September 2001 habe sich die Sicherheitslage verändert. Struck sprach von einer Privatisierung von Gewalt. Zwischenstaatliche Kriege seien unwahrscheinlicher geworden.

Zuvor war Struck vom Parlament vereidigt worden. Seine Ernennungsurkunde hatte er von Bundespräsident Johannes Rau bereits in der vergangenen Woche erhalten. Noch am Nachmittag bricht Struck zu seiner ersten Auslandsreise nach Afghanistan auf.

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