In Deutschland keine höhere Nachfrage
Bayer-Mittel gegen Milzbrand wird knapp

Das Bayer Medikament Ciprobay, das einzige Medikament gegen Milzbrand, wird knapper in den USA. Der Pharmakonzern will zwar die Produktion ankurbeln, doch vorerst nur um 25 Prozent.

dpa-afx NEW YORK. Damit dürften etliche Monate vergehen, bis das Unternehmen die von der US-Regierung angeforderten Mengen des Milzbrand-Bekämpfers liefern kann, berichteten Medien am Dienstag. Eine Bayer-Fabrik im US-Staat Connecticut ging jetzt dazu über, im 24-Stunden-Betrieb zu arbeiten.

Eine weitere in Deutschland will vom 1. November an Ciprobay produzieren. In Deutschland gebe es noch keine höhere Nachfrage nach Ciprobay, sagte Bayer-Sprecherin Christina Sehnert. Die Nachfrage komme vor allem aus den USA.

Amerikanisches Krankenhauspersonal reagierte mit Nervosität auf die teils verzögerten, teils nicht kompletten Lieferungen des Antibiotikums. Derweil wies das Mount Sinai Hospital in New York seine Ärzte an, nach Möglichkeit andere Antibiotika einzusetzen.

Die US-Regierung will den Kongress ersuchen, weitere 643 Millionen Dollar (1,4 Milliarden Mark/700 Millionen Euro) zum Erwerb von Antibiotika freizustellen. Damit soll unter anderem so viel Ciprobay erworben werden, dass die Vorräte ausreichen, um im Fall einer Bio-Attacke wenigstens zwölf Millionen Menschen 60 Tage lang behandeln zu können.

Angaben über mögliche Umsatz- und Gewinnzuwächse konnte Sehnert noch nicht geben. Dafür sei es zu früh. Ciprobay ist mit einem Umsatz von 1,8 Milliarden Euro das mit Abstand wichtigste Pharmaprodukt des Konzerns.

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