In Deutschland sind bislang nur Attrappen entdeckt worden
Verdächtige Briefe mit Pulver bei Bundesnachrichtendienst

In der Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Pullach bei München sind mehrere verdächtige und mit weißem Pulver gefüllte Briefe eingegangen. Die Briefe seien von den Mitarbeitern "professionell behandelt" und an die Polizei übergeben worden, sagte ein Mitarbeiter der Pressestelle am Mittwochabend und bestätigte damit einen Vorabbericht der "Bild-Zeitung".

Reuters MÜNCHEN. Die Sendungen würden im Labor auf Milzbrand untersucht. Aussagen der "Bild-Zeitung", wonach zwei Briefe bereits vom Büroleiter des BND-Präsidenten August Hanning geöffnet worden seien, kommentierte der Mitarbeiter nicht.

Angaben der Zeitung zufolge waren die vier verdächtigen Briefe an Hannings Büro adressiert. Nach Worten des Mitarbeiters der BND-Pressestelle werden eingehende Postsendungen grundsätzlich untersucht. Allerdings sei nicht völlig auszuschließen, dass dabei die verdächtigen Briefe übersehen worden seien. Zur Anzahl der Briefe, ihrer Herkunft und dem Datum des Vorfalls wollte der Mitarbeiter keine Angaben machen. Wann mit einem Ergebnis der Laboruntersuchungen zu rechnen sei, konnte der Mitarbeiter nicht sagen.

Seit den ersten Milzbrandfällen in den USA haben in Deutschland Trittbrettfahrer versucht, mit vermeintlich verseuchten Briefen oder Paketen Menschen zu erschrecken. Mehrfach mussten deshalb Einrichten der Post, Unternehmen, Behörden oder öffentliche Orte geschlossen werden. Im Gegensatz zu den USA, wo bereits mehrere Menschen durch Milzbrandinfektionen ums Leben gekommen sind, sind in Deutschland bislang nur Attrappen entdeckt worden.

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