In die roten Zahlen gerutscht: Werksverkäufe belasten Pfleiderer-Ergebnis

In die roten Zahlen gerutscht
Werksverkäufe belasten Pfleiderer-Ergebnis

Nach dem Verkauf mehrerer Werke ist der Pfleiderer-Konzern mit einem Ergebniseinbruch von rund 50 Millionen Euro in die roten Zahlen gerutscht.

HB/dpa NEUMARKT. Das Unternehmen aus Neumarkt (Oberpfalz) verbuchte 2002 vor allem wegen negativer Einmaleffekte ein Minus vor Steuern von 18,8 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Pfleiderer einen Vorsteuergewinn von 31,1 Millionen Euro erzielt. Das Jahresergebnis sei leicht besser als erwartet ausgefallen, teilte das SDax-Unternehmen am Montag mit.

Pfleiderer hatte im vergangenen Jahr mehrere Geschäftsfelder aufgegeben und die entsprechenden Fabriken verkauft. Dadurch sei es zu außerordentlichen Aufwendungen wie Buchverlusten gekommen, erklärte Vorstandsvorsitzender Ralf Bufe das Minus. Das operative Ergebnis ohne die Einmaleffekte sei zufrieden stellend und liege bei 33,6 Millionen Euro (minus 39,1 Prozent). Der Jahresumsatz erreichte mit 1,03 Milliarden Euro fast den Wert von 2001. Pfleiderer wird wegen der Verluste keine Dividende ausschütten.

Pfleiderer hatte sich von seinen Fenster- und Türenaktivitäten sowie vom Dämmstoffgeschäft getrennt, um sich von den Konjunkturschwankungen in der Baubrache zu lösen. Künftig will das Unternehmen sich auf Infrastrukturtechnik und Holzwerkstoffe konzentrieren. In diesem Bereichen produziert Pfleiderer unter anderem Masten, Bahnschwellen und Holzelemente für die Möbelindustrie. Mit dem Verkauf der Werke konnte Pfleiderer die Konzernverschuldung um mehr als ein Drittel auf 310 Millionen Euro reduzieren. Pfleiderer beschäftigt rund 6200 Menschen in neun Ländern.

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