In diesem Jahr sollen 4 700 Stellen abgebaut werden
Karstadt-Quelle mit hohem Ergebnisplus im Warenhausbereich

Der stationäre Einzelhandel des Handelskonzerns konnte auch im ersten Quartal 2001 zulegen. Wie Vorstandschef Wolfgang Urban heute weiter mitteilte, soll Karstadt-Quelle jetzt auf vier Kerngeschäftsfelder ausgerichtet werden.

Reuters DÜSSELDORF. Der Handelskonzern Karstadt-Quelle soll nach Aussage von Vorstandschef Wolfgang Urban auf vier Kerngeschäftsfelder ausgerichtet werden. Neben dem stationären Einzelhandel mit den Warenhäusern und dem Versandhandel (Quelle, Neckermann) seien jetzt zudem Dienstleistungen und Immobilien als eigene Kerngeschäftsfelder definiert worden, um das Wertpotenzial besser ausschöpfen zu können, sagte Urban am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf.

Im vergangenen Jahr hatte der Bereich stationärer Einzelhandel das Vorsteuerergebnis um 136 % auf 91,6 (38,8) Mill. ? kräftig verbessern können. In diesem Geschäftsfeld konnten wiederum die 189 (Vorjahr 208) Warenhäuser bei Umsätzen von sieben Mrd. ? ihr Vorsteuerergebnis auf 91,4 (34,3) Mill. ? steigern. Die Kostensituation im Warenhausbereich sei erheblich verbessert worden, sagte Urban. Und für 2001 sei hier ein Stellenabbau um 4700 Stellen bereits vereinbart worden. Im ersten Quartal 2001 lag das Warenhausgeschäft nach den Angaben über Plan und verzeichnete einen leichter Ergebniszuwachs.

Das Versandhandelsgeschäft litt im Quartal den Angaben zufolge unter der schleppenden Nachfrage bei Textilien. Dies habe vor allem der Quelle-Hauptkatalog zu spüren bekommen. Das Vorsteuerergebnis sank um 12,3 Mill. auf noch 13,6 Mill. ?. Der Versandhandel konnte bei Umsätzen von 7,55 Mrd. das Vorsteuerergebnis auf 154,8 (145,8) Mill. verbessern. Eine positive Entwicklung bei Neckermann habe ein hinter den Erwartungen gebliebenes Quelle-Ergebnis gegenüber gestanden. Chancen sieht Urban in der Spezialisierung, wobei es bereits 178 Spezialkataloge gebe, die ihre Umsätze um 29,5 % auf 1,1 Mrd. ? hätten steigern können.

Zum Bereich Dienstleistungen gehört die Touristik die künftig unter Thomas Cook AG (bislang C&N Touristic AG) firmiert. Das Joint Venture mit der Deutsche Lufthansa AG wird allerdings nicht konsolidiert. Nach den Akquisitionen (Thomas Cook, Havas Voyages) sei der drittgrößte Touristikkonzern weltweit aufgestellt worden. Bei Umsätzen von rund fünf Mrd. ? wurde ein Vorsteuerergebnis von 110,5 (103,8) Mill. ? erreicht.

Mit dem neuen Geschäftsfeld Immobilien solle die Entwicklung und Wertsteigerung des Portfolios transparent gemacht werden, sagte Urban. "Das Immobilienportfolio der Unternehmens repräsentiert einen Marktwert von über fünf Mrd. ? mit Standorten in Spitzenlagen deutscher Großstädte." Im Mittelpunkt stehe ein aktives Wert-Management. Zu einen würden nicht betriebsnotwendige Immobilien veräußert und zu anderen etwa innerstädtische Einkaufszentren wie in Erfurt und Kassel entwickelt. Denkbar sei auch, ein Premiumprodukt wie das Berliner KaDeWe auf andere Großstadtzentren zu übertragen.

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