In Diplomatenpost aus Washington
Milzbrand-Spuren in US-Konsulat in Russland gefunden

Milzbrand-Erreger sind nun auch in einem amerikanischen Konsulat in Russland aufgetaucht. In einem Postsack aus Washington seien Anthrax-Spuren gefunden worden, teilte das Konsulat in Jekaterinburg am Dienstag mit.

ap MOSKAU. Die Untersuchungen seien vorgenommen worden, nachdem das US-Außenministerium die Infektion eines Mitarbeiters in seiner Poststelle in Virginia bekannt gegeben hatte.

Die sechs getesteten Postsäcke seien bereits am 25. Oktober bei dem Konsulat eingegangen. Da erst der zweite Test positiv ausgefallen sei, gehe man von einer sehr geringen Kontamination aus, hieß es in der Mitteilung der US-Vertretung. Keiner der Angestellten zeige bislang Anzeichen einer Infektion. Ein Mitarbeiter werde vorsorglich mit Antibiotika behandelt.

In Jekaterinburg stand zu Sowjetzeiten ein Milzbrand-Labor. Die russischen Behörden haben jedoch wiederholt erklärt, die in den USA aufgetauchten Erreger könnten nicht aus russischer Produktion stammen. In Russland wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörden bislang mehr als 250 verdächtige Briefe mit weißem Pulver untersucht. Es seien darin jedoch keine Milzbrand-Erreger festgestellt worden, sagte ein Sprecher.

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