In drei Betrieben
Warnstreiks in Druckereien vor neuer Tarifrunde

Die Gewerkschaft Verdi mobilisiert die Beschäftigten in Verlagshäusern, um ihre Forderung nach 6,5 Prozent mehr Lohn zu unterstreichen.

dpa MÜNCHEN. Wenige Stunden vor Beginn der vierten Tarifrunde in der Druckindustrie hat die Gewerkschaft Verdi am Dienstag ihre Forderungen mit Warnstreiks untermauert. In drei Betrieben in und um München waren insgesamt 400 Beschäftigte dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen und sich an Protestkundgebungen zu beteiligen. Die Aktionen begannen nach Verdi-Angaben um 6.00 Uhr und sollten den ganzen Tag dauern.

In einem Druckhaus für Zeitungen überraschte die Gewerkschaft die Arbeitnehmer, die über ihren eigenen Warnstreik vorab nicht informiert worden waren. Die Beschäftigten wurden vom Arbeitsplatz geholt und in der Kantine versammelt. Ein weiteres Münchner Zeitungsdruckhaus sollte sich ab 8.00 Uhr an der Aktion beteiligen. Das Erscheinen von Zeitungen werde allerdings nicht beeinträchtigt, sagte ein Verdi-Sprecher. "Das ist auch nicht unser Ziel. Wir wollen ja nicht die Endkunden treffen, sondern ein Zeichen setzen."

Die Gewerkschaft fordert für ein Jahr 6,5 % mehr Geld für die 220 000 Beschäftigten der Branche. Dagegen steht ein Angebot der Arbeitgeber von 2,5 im ersten und 2,8 % mehr Lohn und Gehalt im zweiten Jahr. Verdi hält dies für völlig unzureichend. Die Verhandlungen sollen zwei Tage dauern.

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