In einer Kampfabstimmung
Ohoven bleibt Mittelstands-Präsident

Der Düsseldorfer Fonds-Manager Mario Ohoven ist als Präsident des größten deutschen Mittelstands-Verbandes wiedergewählt worden.

HB/dpa DRESDEN. Auf einer Mitgliederversammlung in Dresden setzte sich der 56-jährige am Freitag klar gegen seinen einzigen Gegenkandidaten durch, den Software-Unternehmer Peter Schimitzek. Wegen Verlustgeschäften steht Ohoven seit längerer Zeit in der Kritik. Mit mehr als 54 000 Mitgliedern ist der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) die wichtigste Vertretung des deutschen Mittelstands.

Auf Ohoven, der nun vier weitere Jahre im Amt bleibt, entfielen nach Angaben eines Verbandssprechers 329 Stimmen. Für Schimitzek stimmten 99 Delegierte. Im Vorfeld der Versammlung hatte es Zweifel an der Wiederwahl des seit 1998 amtierenden Präsidenten gegeben. Dem Ehemann der deutschen UNESCO-Botschafterin Ute-Henriette Ohoven wird von Gegnern vorgeworfen, vor allem an der Eigendarstellung interessiert zu sein. Wegen des Verdachts auf Anlagebetrug ermittelt gegen ihn die Staatsanwaltschaft.

Zugleich beriet der Verbandstag in Dresden über neue Leitlinien. Darin sprechen sich die Mittelständler unter anderem für eine Beschränkung auf fünf Grundsteuerarten und einen Höchststeuersatz von 35 Prozent aus. Zugleich wird die sofortige Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe verlangt. Die Kulturhoheit der Länder soll zu Gunsten eines zentralen Bundesbildungsministeriums abgeschafft werden. Verabschiedet werden sollen die Grundsätze erst in einigen Monaten.

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