In Folge einer Gesundheitsreform: Rentnern drohen höhere Kassenbeiträge

In Folge einer Gesundheitsreform
Rentnern drohen höhere Kassenbeiträge

Die geplante Neuordnung der Krankengeld-Versicherung wird bei Rentnern voraussichtlich zu höheren Krankenkassen-Beiträgen führen. Ein Sprecher des Sozialministeriums bestätigte am Samstag in Berlin einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel".

HB/dpa BERLIN. Danach hat Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) in einem internen Papier angekündigt, die Versorgungsbezüge von Rentnern "in größerem Umfang als bislang mit Beiträgen zu belegen".

Der Hintergrund dafür ist, dass das Krankengeld - das die Krankenkassen einem erkrankten Arbeitnehmer nach Ablauf der im Regelfall sechswöchigen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber bezahlen - künftig von den Beschäftigten allein versichert werden soll. Da die Rentner für diese Leistung bislang mitbezahlten, müssten sie bei "Privatisierung" des Krankengeldbeitrags von ihrem Anteil freigestellt werden, also weniger bezahlen.

Dies will Schmidt verhindern, um den finanziell klammen Krankenkassen nicht weitere Einnahmen zu entziehen. Der als "Kompensation" erwogene Mehrbeitrag für die Rentner sei "nicht gravierend" und sei als "ein Stück Solidarität der Rentner" zu sehen, hieß es. Nach überschlägigen Berechnungen könnte die gesetzliche Krankenversicherung für Renter um drei Euro im Monat teurer werden.

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