In Großbritannien 183 Höfe betroffen
Maul- und Klauenseuche erreicht europäisches Festland

Die hoch ansteckende Maul- und Klauenseuche hat nun auch das europäische Festland erreicht. Am Montag bestätigte das französische Landwirtschaftsministerium einen MKS-Fall bei einer Rinderherde in Nordfrankreich.

ap PARIS. Alle 114 Rinder wurden getötet, ihre Kadaver sollten am Dienstag verbrannt werden. Um den betroffenen Hof in La Baroche-Gondouin wurde im Umkreis von drei Kilometern eine Sperrzone errichtet.

Die Herkunft der infizierten Tiere war zunächst noch unklar. Sie stammen nach Angaben des Ministeriums von einem Hof in der Nachbarschaft eines Bauern, der im Februar Schafe aus Großbritannien importiert hat. Dort waren am 19. Februar die ersten Fälle der Seuche entdeckt worden.

Am Montag hatten die französischen Behörden zunächst einen "starken Verdacht" auf den Ausbruch der Seuche geäußert. In der Nacht ausgewertete Tests brachten dann Gewissheit. Landwirtschaftsminister Jean Glavany sagte, der erste MKS-Fall in Frankreich "rechtfertige alle drastischen Vorsichtsmaßnahmen der vergangenen Tage". Aus Angst vor einem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche wurden in Frankreich vorsorglich 50 000 Schafe getötet.

In Großbritannien stieg die Zahl der betroffenen Höfe auf 183. Ministerpräsident Tony Blair führte am Dienstag Gespräche mit betroffenen Bauern. Viele von ihnen sind verzweifelt, weil bislang mehr als 150 000 Tiere getötet wurden und ein Ende der Seuche noch nicht absehbar ist. Nach einem Bericht der Zeitung "The Times" zogen die Behörden vorsorglich Schusswaffen von Bauern ein, weil befürchtet wird, dass sie Selbstmord begehen könnten.



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