In Japan geht es los
Vodafone startet mit Mobilfunk der dritten Generation

Der weltgrößte Mobilfunkkonzern Vodafone startet am 20. Dezember seinen ersten Mobilfunkdienst der dritten Generation. Auf dem Premieremarkt Japan gehen die Briten mit ihrer Tochter J-Phone als letzter von drei Anbietern ins Rennen.

bas TOKIO. Bis Ende März 2004 will das Unternehmen rund eine Million Handys an die Verbraucher gebracht haben, sagte J-Phone-Chef Darryl Green am Dienstag in Tokio. Erst im Spätsommer 2003 werde der neue Dienst allerdings zunächst einmal die gleiche Verbreitungsrate und die gleichen Inhalte wie das jetzige Angebot der zweiten Generation bieten. Erst dann sei mit merklichem Wachstum zu rechnen.

Die Briten, die den Starttermin zweimal verschoben hatten, setzen auf die gleiche Technik wie Marktführer NTT Docomo: W-CDMA. Dafür muss ein neues Mobilfunknetz aufgebaut werden. Docomo, seit mehr als einem Jahr mit dem 3G-Dienst auf dem Markt, kämpft nicht nur mit den hohen Investitionskosten sondern auch mit einer zu geringen Verbreitungsdichte des Netzes, zu wenigen Inhalten und zu hohen Preisen. Vor wenigen Wochen senkten die Pioniere des mobilen Datendienstes ihre Prognose für das bis zu 384 Kilobytes pro Sekunde schnelle Angebot mit dem Namen Foma kräftig. Bis Ende März 2003 werden statt 1,38 Millionen Nutzer nur noch 320 000 erwartet. Derzeit sind gut 142 000 registriert.

Die Nummer zwei in Japan, KDDI, setzt dagegen auf einen niedrigeren Standard (CDMA 2000 1x), für den sie das bestehende Netz nutzen kann, der aber nicht so schnell ist. Ohne die Schwierigkeiten, die der Sprung in ein neues Netz mit sich bringt, konnte das Unternehmen seit dem Start im April bereits knapp 3,3 Millionen Nutzer für den neuen Service gewinnen. Allerdings sind die Zahlen nur schwer vergleichbar. Das KDDI-Angebot läuft unter dem gleichen Label wie das der zweiten Generation. Kunden werden bei Vertragsverlängerung automatisch überführt, ohne es zu wissen. Deshalb sinkt bei KDDI zeitgleich die Zahl der Kunden für den 2G-Dienst. Bei NTT Docomo und J-Phone laufen die Angebote für den Dienst der zweiten und dritten Generation völlig getrennt. Docomos Nutzerzahlen für den 2G-Dienst wachsen noch immer.

Vodafone will die Verbraucher durch einen Zusatznutzen schneller für den neuen Dienst begeistern. Zwei der anfänglichen drei Geräte (Nokia und NEC) sind über eine SIM-Karte kompatibel mit dem US-Standard sowie mit dem GSM- Mobilfunkstandard in Europa. Der Nutzer bleibt so auch auf Auslandsreisen unter seiner Nummer erreichbar. Was innerhalb von Europa selbstverständlich ist, ist für japanische Nutzer eine Neuheit. So hofft J-Phone, die Zahl der Geschäftskunden kräftig zu steigern. Im Gegensatz zur britischen Mutter dominieren bei J-Phone Privatnutzer. Das Unternehmen hatte viele über die frühe Einführung von Handys mit eingebauter Kamera gewonnen.

Quelle: Handelsblatt

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