In Kolumbien herrscht seit 38 Jahren Bürgerkrieg
Uribe verhängt Ausnahmezustand

Kolumbiens neuer Präsident Alvaro Uribe hat am Montag den Ausnahmezustand verhängt, um nach Regierungsangaben ein "Regime des Terrors" zu bekämpfen.

Reuters BOGOTA. Der konservative Uribe, der am Mittwoch vereidigt worden war, erließ zudem eine Notsteuer, mit der die Militärausgaben um 778,5 Mill. $ erhöht werden sollen.

"Die Regierung hat heute Nacht entschieden, den Ausnahmezustand zu verhängen", sagte Innen- und Justizminister Fernando Londono zu Journalisten in der Hauptstadt Bogota. Einzelheiten nannte er nicht. Die Maßnahme sei bei einer Kabinettssitzung beschlossen worden, die wegen der anhaltenden Gewalt einberufen worden war.

Bei der Vereidigung Uribes hatte gleichzeitig eine Serie von Explosionen die Hauptstadt erschüttert. Dabei starben 20 Menschen. Seit Uribes Amtsantritt sind bei Anschlägen rund 100 Menschen getötet worden. Die Polizei vermutete, dass Rebellen der linken Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) für die Anschläge verantwortlich sind. Die FARC gilt mit 12 000 Bewaffneten als die schlagkräftigste Guerillaarmee Lateinamerikas.

In Kolumbien herrscht seit 38 Jahren Bürgerkrieg zwischen linken Rebellen und der Armee sowie rechten paramilitärischen Gruppen. Allein im vergangenen Jahrzehnt wurden rund 40 000 Menschen getötet.

Uribe, der im Mai gewählt worden war, hatte angekündigt entschlossen gegen die Rebellen vorzugehen.

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