In Kongo
Uno-Ermittlungen nach ethnischen Morden

Uno-Ermittler sollen in Kongo Anschuldigungen nachgehen, nach denen etwa 2 400 Menschen bei ethnisch motivierten Kämpfen im Nordosten des Bürgerkriegslands ermordet wurden.

dpa NAIROBI/KINSHASA. Wie der Kommandeur der Uno-Mission für Kongo (Monuc), Mountaga Diallo, am Dienstagabend in Kinshasa erklärte, behindere die Sicherheitslage jedoch die Entsendung von Ermittlern in die Provinz Ituri nahe der Grenze zu Uganda.

Angehörige der Stämme der Hema und der Lendu liefern sich dort seit Ausbruch des Bürgerkriegs 1998 heftige Kämpfe. Das Minderheitenvolk der Hema gibt an, dass ihre Rivalen die jüngsten Massaker seit April in über 70 Attacken auf Dörfer nahe der Ortschaft Bunia verübt haben.

In Gemetzeln zwischen dem kleinen Hirtenvolk und dem größeren Stamm der Lendu, der vorwiegend aus Bauern besteht, kamen seit Ausbruch des Bürgerkriegs bereits Hunderte von Menschen ums Leben. Die Rivalen streiten sich um Land- und Viehbesitz. "Es sieht so aus, als verschlimmere sich die Lage", sagte UN-Kommandeur Diallo.

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